Daten & Fakten

Energiedaten.Bayern - Schätzbilanz 2019

Die bayerische Energiebilanz entsteht durch Zusammenfassung verschiedenster Statistiken aus allen Gebieten der Energiewirtschaft. Die Vielzahl der auszuwertenden Quellen und die dafür erforderlichen statistischen Arbeiten erfordern ihre Zeit. Die amtliche Energiebilanz liegt daher erst etwa zwei Jahre nach Ablauf des jeweiligen Berichtsjahres vor.

Gegenwartsnahe Daten zur Entwicklung der Energieversorgung sind im Rahmen der Energiewende jedoch von entscheidender Bedeutung. Daher wird im Auftrag des StMWi jährlich eine Schätzbilanz auf Basis eines mathematisch-energiewirtschaftlichen Modells berechnet und die Ergebnisse in Form eines Berichts sowie einer Zusammenfassung veröffentlicht. Damit liegen für Bayern bereits nach etwa einem halben Jahr erste Zahlen zur Entwicklung der Energieversorgung vor.

Energiebilanz 2017

Struktur des Primärenergieverbrauchs (PEV) in Bayern 2017

Im Jahr 2017 betrug der Primär­energieverbrauch (PEV) in Bayern 1946 Petajoule (PJ). Damit ist ein leichter Anstieg von 0,5 Prozent (+9,1 PJ) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Während die meisten Energieträger leicht rückläufige Werte aufweisen, sind insbesondere bei Erdgas (+11 PJ) und erneuerbaren Energien (+13 PJ) Zuwächse zu beobachten. Den größten Zuwachs verbuchten die erneuerbaren Energien, die ihren Anteil am PEV auf einen neuen Spitzenwert von 18,5 Prozent ausbauten.

Struktur des Endenergieverbrauchs (EEV) in Bayern 2017

Der End­energie­verbrauch (EEV) betrug 1424 PJ. Konjunktur- und witterungsbedingt setzt sich der Trend eines leichten Verbrauchs­­anstiegs seit 2014 damit fort. Gegenüber 2016 hat der EEV um 0,9 Prozent (+13,1 PJ) zugenommen.

Das Verarbeitende Gewerbe hält mit 317 PJ einen Anteil von 22,2 Prozent am EEV. Es benötigte 1,1 Prozent (+3,5 PJ) mehr Energie als im Vorjahr. Hier kann ein Zusammenhang mit der guten wirtschaftlichen Lage der bayerischen Industrieunternehmen im Berichtsjahr gesehen werden.

Im Verkehrssektor wurden im Jahr 2017 483 PJ an Energie benötigt, das entspricht einem Anteil am EEV von 33,9 Prozent. Hier ist eine Bedarfs­steigerung gegenüber 2016 von 1,2 Prozent (+5,8 PJ) fest­zu­stellen. Dabei ist insbesondere der Straßen­verkehr zu beachten, er benötigte 1,58 Prozent (+6,2 PJ) mehr Energie als im Vorjahr.

Den größten Anteil am EEV mit 43,8 Prozent bzw. 624 PJ haben die Haushalte und übrigen Verbraucher. Deren Energiebedarf ist leicht um 0,6 Prozent (+3,8 PJ) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr kann von einem witterungsbedingten Mehrbedarf an Raumwärme ausgegangen werden.

Hier finden Sie alle weiteren Daten der Energiebilanz 2017.

Bruttostromerzeugung in Bayern 2018

Struktur der Bruttostromerzeugung in Bayern 2018

Nach Angaben des Bayerischen Landes­amtes für Statistik wurden in Bayern 73,9 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 12,8 Prozent (11,1 TWh). Dieser erklärt sich aus der Ab­schaltung des Kernkraftwerkes Gundremmingen Block B zum 31. Dezember 2017 sowie der gesunkenen Stromerzeugung aus Wasserkraft im Dürrejahr 2018.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie sank um 27,8 Prozent, sie bleibt aber mit 22,5 TWh eine der wichtigsten Stromerzeugungsquellen nach den erneuerbaren Energien in Bayern. Die Stromerzeugung aus Erdgas ging gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Prozent (-0,5 TWh) auf 10,5 TWh zurück.

Aus erneuerbaren Energien wurden 36,5 TWh Strom erzeugt, 2,1 Prozent (-0,8 TWh) weniger als im Vorjahr. Den witterungsbedingten Verlust an Wasserkraft (-12,2 Prozent; -1,5 TWh) konnte die gestiegene Strom­erzeugung aus Photovoltaik (+4,5 Prozent; +0,5 TWh) und Bio­masse (+2,5 Prozent; +0,2 TWh) nicht ganz ausgleichen. Der Beitrag der Windkraft zur Stromerzeugung blieb mit 4,5 TWh konstant. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung lag bei 49,5 Prozent.

Energiedaten.Bayern - kompakt

Die Publikation informiert in kompakter Form über die wichtigsten Daten zur Energieversorgung in Bayern. Dargestellt werden aktuelle Werte aus der Energiebilanz 2017, vorläufige Werte für 2018 sowie die Brutto­strom­erzeugung 2018. Anhand von Vergleichswerten aus der Vergangenheit kann die Entwicklung der erneuerbaren und konventionellen Energien leicht nachvollzogen werden.

Die zusammengestellten Tabellen und Grafiken unterrichten zu folgenden Themen:

  • Primär- und Endenergieverbrauch
  • Primärenergieproduktivität
  • Aufkommen und Verbrauch von Strom
  • Gas-, Öl- und Kohleversorgung
  • Energiebedingten CO2-Emissionen

Aktueller Monitoringbericht zum Umbau der Energieversorgung Bayerns

Oberstes Ziel der bayerischen Energiepolitik ist eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung für Bayerns Bürger und Betriebe. Seit 2011 ist Bayern bei der Umsetzung der Energiewende entscheidend vorangekommen. Dies belegt der vorliegende Monitoringbericht, Stand Juni 2019, zum Umbau der Energieversorgung Bayerns. Der Bericht dokumentiert die Entwicklung seit 2010 vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele des Bayerischen Energieprogramms.

Neben dieser Standortbestimmung werden zudem folgende Themen behandelt:

  • Versorgungssicherheit
  • Bezahlbarkeit
  • Zur Umsetzung der Energiewende eingesetzte Fördermittel