MÜNCHEN Im Ferienmonat August 2025 ist die Arbeitslosenquote in Bayern saisonüblich angestiegen, auf 4,2 Prozent. Im August sind damit 326.947 Personen arbeitslos gemeldet - der höchste Wert im August seit 18 Jahren. Für Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein trauriges Ergebnis jahrelang fehlgeleiteter Bundes- und Europapolitik: "Die Lage am Arbeitsmarkt zeigt es schwarz auf weiß: Deutschland fährt auf Verschleiß. Auch in Bayern spüren wir die Folgen immer stärker. Unser Arbeitsmarkt hat sich lange Zeit trotz aller Widrigkeiten behauptet. Aber schlechte Zollverhandlungen, fehlende Planungssicherheit und immer neue Bürokratie machen sich zunehmend bemerkbar. Das geht ans Eingemachte. Die Fehler der letzten Regierung sind am Arbeitsmarkt ablesbar. Wir brauchen dringend neue Wachstumsimpulse und müssen noch entschlossener gegensteuern. Das verlangt Mut in Brüssel, Fehler anzuerkennen und den Kurs zu korrigieren. Es braucht aber ebenso in Berlin mehr Schnelligkeit und keine Trippelschritte. Der angekündigte Investitionsbooster muss nun zünden."
Aiwanger appelliert an Bund und EU endlich aktiv zu werden: „Die Zahlen sprechen für sich. 50.000 Jobs hat die deutsche Autoindustrie in einem Jahr verloren. Der Maschinenbau ächzt unter der Trumpschen Zollpolitik. Der Chemie laufen die Energiekosten davon. Wir brauchen einen Economic Deal in Brüssel, eine nachhaltige Politik für Europas Industrie. Wir müssen auf die Techniken setzen, in denen wir stark sind, damit das Know-How nicht abwandert. Dazu passt nicht das Aus für den Verbrennungsmotor ab 2035. Das geht nicht mit mehr Nachweispflichten oder Verboten. Das funktioniert nicht mit engen Beihilferegeln. Es braucht Technologieoffenheit und die Option, die Transformation unserer Industrie angemessen unterstützen zu dürfen."
In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 3,8 Prozent in Schwaben und 4,9 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent.
Ansprechpartnerin:
Dr. Aneta Ufert
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 339/25