Nachhaltiger Tourismus

Für die Querschnittsbranche Tourismus hat Nachhaltigkeit eine große Bedeutung. Regionalität, Ressourcenschonung, Achtsamkeit und Resonanz sind nicht mehr wegzudenkende Bestandteile und Bewegungen der Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Tourismus. Eine nachhaltige Entwicklung ist die Grundlage für den Erhalt unserer Lebens- und Naturräume, für den wirtschaftlichen Erfolg als auch für eine generationengerechte Zukunft. Unser Leitbild ist deshalb ein bayerischer Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur. Ein Tourismus, der wirtschaftlich, natur- wie sozial verträglich und barrierefrei ist und der allen zugutekommt – den Gästen, den Einheimischen und den Beschäftigten. Denn wenn sich Einheimische wohl fühlen und Beschäftigte gerne ihre Arbeit machen, dann strahlt das auch auf die Gäste aus.

Der Tourismus zieht sich durch viele Lebensbereiche in einer Urlaubsregion. Der Erlebnisraum für die Gäste ist auch Lebensraum der Einheimischen. Die einheimische Bevölkerung ist zeitgleich Gastgeber und damit auch zentraler Erfolgsfaktor für ein positives Gästeerlebnis. Entsprechend ist die Einbindung der Einheimischen essenziell.  Nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung kann sich eine Region touristisch entwickeln. Gleichzeitig aber kann der Tourismus auch ein Impulsgeber für eine gute Entwicklung einer Region und damit für die ansässige Bevölkerung sein.

Zudem müssen die vor Ort relevanten Themen und Aspekte für eine nachhaltige Entwicklung der Tourismusdestination aufgegriffen und weiterentwickelt werden: beispielsweise Schutz der Natur und Erhalt der Lebensräume, Sicherung regionaler Strukturen, Barrierefreiheit und Inklusion, Besucherlenkung, Kulinarik, Erhalt von Brauchtum, Traditionen und kulturellen Besonderheiten. Dazu gehört auch, die Nutzung von nachhaltigen Mobilitätsangeboten sowohl bei An- und Abreise als auch während des Aufenthalts am Urlaubsziel attraktiver zu gestalten und entsprechende Angebote zu schaffen.

Im Zentrum steht die Orientierung am Gemeinwohl und die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität. Und um das Ziel zu erreichen, müssen alle an einem Strang ziehen. So gilt es, die gesamte Bandbreite der relevanten Tourismusakteure einzubinden: Unternehmerinnen und Unternehmer, Beschäftigte, Einheimische, Gäste. Entsprechend wichtig sind die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zwischen allen touristischen Akteuren, einschließlich der touristischen Forschung, etwa im Bayerischen Zentrum für Tourismus. Es geht aber auch darum, nachhaltige touristische Angebote zu bewerben. Dementsprechend zählt die nachhaltige Tourismusentwicklung zu einer der Kernaufgaben der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH.

Nachhaltiger Tourismus in Bayern

Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt die Branche und hier vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen auf vielfältige Weise zu den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit:

  • Für die gewerbliche Wirtschaft gibt es Sonderförderprogramme wie „Tourismusland Bayern – Qualität und Gastlichkeit“ oder für Investitionen in die „Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien“ im Rahmen der Bayerischen Regionalförderung.
  • Zum Thema Barrierefreiheit im Tourismus finden Sie alle Informationen zu Beratung, Förderung, Zertifizierung und zur Marketingunterstützung hier.
  • Seilbahnen sind eine wichtige Infrastruktureinrichtung im Tourismus. Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb mit den Seilbahnrichtlinien Anreize zur Investition in die Modernisierung bestehender Seilbahnanlagen geschaffen, denn moderne Seilbahnanlagen ermöglichen auch Familien mit Kleinkindern und Menschen mit Beeinträchtigungen das Erlebnis Bergwelt.
  • Auch Kommunen werden im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE), insbesondere bei der Umsetzung von identifikations- und imagebildenden Projekten sowie Vorhaben mit innovativen Ansätzen und ökologischer Ausrichtung gefördert. Auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit und zur Besucherstromlenkung können gefördert werden.

Kooperationsprojekte des Bayerischen Wirtschaftsministeriums

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