Im Dezember 2025 untersuchte der Workshop „Nachhaltig filtern – Aktivkohle aus Lignocellulose“ am Umwelt-Technologischen Gründerzentrum Augsburg neue Einsatzmöglichkeiten von Holz in der Filtertechnik. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Cross-Cluster-Projekts „LigNaFi“ der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH und des Umweltcluster Bayern statt.
Rund 20 Expertinnen und Experten aus Industrie, Forschung und Umwelttechnik diskutierten, wie Aktivkohle aus Holz und Lignocellulose in Bayern industriell produziert werden kann – vor allem vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs durch die neue EU-Kommunalwasserrichtlinie. Fachvorträge beleuchteten technologische Grundlagen, Anforderungen der Abwasserreinigung und ein Forschungsprojekt, das fossile Importe ersetzen könnte. Besonderes Potenzial sahen die Teilnehmenden in Resthölzern und minderwertigen Holzsortimenten aus bayerischen Wäldern.
Im Fokus der Workshop-Runden standen Anforderungen an Aktivkohlefilter, technische Umsetzbarkeit sowie industrielle Umsetzung und politische Rahmenbedingungen. Fazit: Eine regionale Produktion aus Lignocellulose ist machbar, erfordert aber unterstützende Rahmenbedingungen und erste Pilotprojekte.


