Wirtschaft & Umwelt

Umweltwirtschaft in Bayern

Umwelt- und ressourcenschonende Technologien, Produkte und Dienstleistungen sind der Königsweg zu einem nachhaltigen Wirtschaften. Die über 33.000 überwiegend mittelständischen Unternehmen der Umweltwirtschaft in Bayern sind darauf unterwegs, bundesweit führend und liegen auch im internationalen Wettbewerb mit an der Spitze.

Die Querschnittsbranche Umweltwirtschaft lässt sich in die sechs Leitmärkte Wasserwirtschaft, Schutztechnologien, umweltfreundliche Energieerzeugung und -speicherung, Kreislaufwirtschaft, Rohstoff- und Materialeffizienz sowie Energieeffizienz untergliedern. Sie umfasst Unternehmen aus dem Bereich der technischen und planerischen Dienstleistungen, aus dem Baugewerbe, aus der Elektroindustrie und dem Maschinenbau sowie aus der Energiewirtschaft und den Entsorgungsdienstleistungen. Eine Neuauflage der Studie „Umweltwirtschaft in Bayern” geht von über 270.000 Beschäftigten in der bayerischen Umweltwirtschaft aus, dies sind knapp 18 Prozent der bundesweit in der Umweltwirtschaft tätigen Personen. Diese erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von über 50 Milliarden Euro.

Umweltpakt Bayern

Externer Link: Umweltpakt Bayern

Der Umweltpakt Bayern, eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft, hat sich seit seiner Erstunterzeichnung 1995 zu einem modellhaften Weg im Umweltschutz ent­wickelt. Seine Grundlagen sind Frei­wil­lig­keit, Eigenverantwortung und Kooperation. Seine Ziele sind die Steigerung der Inno­vationsfähigkeit und ein umweltverträgliches Wirtschaftswachstum unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit.

Cluster Umwelttechnologie

Im Rahmen der Cluster-Offensive Bayern fördert die Bayerische Staats­regierung die Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Unternehmen in zahlreichen Schlüsselbereichen. Die dazu für den Bereich Umweltwirtschaft eingerichtete Clusterplattform hat ihren Sitz in Augsburg. Sie vernetzt Unternehmen, Vertreter aus Forschung und Entwicklung, Dienstleister, Planer, Wirtschaftsorganisationen, Politik und Verwaltung, Kommunen und öffentliche Auftraggeber, Kapitalgeber und (öffentliche) Förderinstitutionen sowie Medien und Kommunikationsdienstleister. Die Clusterplattform unterstützt Unternehmen bei der Findung und Durchführung von Kooperationsprojekten insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, informiert über neue Themen und Entwicklungen, begleitet Internationalisierungsvorhaben und fördert den Austausch der Unternehmen mit dem Ziel, die Innovationskraft zu steigern.

Sie erreichen die Geschäftsstelle des Clusters Umwelttechnologie telefonisch unter +49 821 455 798 - 0 oder im Internet: www.umweltcluster.net

Infozentrum UmweltWirtschaft

Externer Link: Infozentrum Umwelt und Wirtschaft (izu)

Das Informationsangebot des Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) richtet sich vornehmlich an kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen sowie an Multiplikatoren (Kammern, Verbände, Berater). In Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen des Landesamts für Umwelt (LfU) werden Informationen zu aktuellen Umweltthemen, Rechtsgrundlagen und Anwendungshinweise im Umweltrecht, Förderprogrammen sowie konkrete Erfolgsbeispiele von Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie

Externer Link: nachhaltigkeit.bayern

Die Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2017 mit elf Handlungsschwerpunkten von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IMA) überarbeitet und veröffentlicht.

Die Bayerische Staatsregierung hat damit die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) in die Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie (NHS) umgesetzt.

Die elf Handlungsfelder der NHS umfassen die Themen: Klimawandel, Zukunftsfähige Energie, Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, Nachhaltige Mobilität, Sozialer Zusammenhalt, Bildung und Forschung, Nachhaltige Wirtschaft und nachhaltiger Konsum, Gesundheit und Ernährung, Staat und Verwaltung, Nachhaltige Finanzpolitik und Globale Verantwortung und Vernetzung. Die NHS bildet, verknüpft mit Zielen, konkreten Maßnahmen und Lösungsansätzen, langfristig einen Orientierungsrahmen für die Politik der Staatsregierung. Die NHS unterliegt einem dauerhaften gesellschaftlichen und politischen Prozess und wird in der laufenden Legislaturperiode von der IMA unter Federführung des Bayerischen Umweltministeriums wieder fortentwickelt. In die Fortentwicklung wird auch das 2018 von der Bayerischen Staatregierung in Auftrag gegebene Bürgergutachten einfließen.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf der zentralen Informations- und Kommunikationsplattform www.nachhaltigkeit.bayern.de, die vom Bayerischen Umweltministerium eingerichtet wurde.

Klimaschutzprogramm Bayern 2050, Klima-Allianz Bayern & Bayerische Klima-Anpassungsstrategie

Mit dem Klimaschutzprogramm Bayern 2050 verstärkt der Freistaat die Klimaschutz-Anstrengungen auf EU- und Bundesebene mit einem auf die spezifischen Verhältnisse in Bayern zugeschnittenen Maßnahmenpaket. 2017 und 2018 beispielsweise investiert der Freistaat knapp 190 Millionen Euro in den Klimaschutz. Dieses Engagement wird fortgesetzt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen weiter zu verringern, sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen und durch Forschung eine fundierte Datenbasis für weitergehende strategische Entscheidungen vorzuhalten. Ziel des Freistaates ist es, die Treibhausgasemissionen in Bayern bis 2050 auf unter zwei Tonnen pro Kopf und Jahr zu senken. Aber nicht nur der Staat ist gefordert. Nur im engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft können wir einer drohenden Klimaveränderung entgegenwirken. Dazu pflegen wir den Dialog mit allen Akteuren in der Klima-Allianz Bayern.

Die Bayerische Klima-Anpassungsstrategie (BayKLAS) stellt die bereits beobachteten klimatischen Veränderungen als auch die zukünftig zu erwartenden Veränderungen in Bayern dar. Daraus abgeleitet werden die wichtigsten Folgen für alle klimasensitiven Handlungsfelder beleuchtet. Relevante Klimaanpassungsmaßnahmen werden unter Berücksichtigung ihrer Wirksamkeit, Umsetzung und Dringlichkeit vorgestellt. Die BayKLAS informiert darüber hinaus über die Vielzahl an Fördermöglichkeiten zur Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen für Unternehmen, Kommunen oder Privatpersonen.