Pressemitteilung

19.06.2018 | Regionale Wirtschaftspolitik

INTERREG-Begleitausschuss Bayern-Tschechien wählt zehn Projekte zur Förderung mit 6,3 Millionen Euro aus

Bayerns Wirtschaftsminister Pschierer: "Unser INTERREG-Programm mit Tschechien schreibt seine Erfolgsstory fort"

Der Begleitausschuss des EU-INTERREG-Programms Bayern-Tschechien, das die grenzübergreifende Zusammenarbeit fördert, hat in seiner letzten Sitzung zehn Projekte aus den Bereichen Umweltschutz und Schutz des Natur- und Kulturerbes, Bildung und Netzwerke zur Förderung ausgewählt. Der Ausschuss stellt unter der Leitung des bayerischen Wirtschaftsministeriums hierfür 6,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereit. Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer: „Das INTERREG-Programm schreibt seine Erfolgsstory fort. Es macht die europäische Idee in vielen Projekten in den Bezirken und Kommunen vor Ort greifbar. Damit trägt jedes geförderte Projekt zum Abbau der Grenzen auch in den Köpfen bei und stellt eine Investition in die gemeinsame Zukunft des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik dar.“

 

Zu den geförderten Projekten gehört die Revitalisierung mehrerer Kulturdenkmäler in den bayerisch-tschechischen Nachbarstädten Selb und Asch, die auf eine lange gemeinsame Tradition zurückblicken können. Gebäude, die nicht mehr originalgetreu wiederhergestellt werden können, sollen in einer Handy-App wieder auferstehen. Bei einem Stadtrundgang werden dann in der Handykamera an Originalschauplätzen die alten Gebäude wieder sichtbar. Dieses Projekt soll ein Beitrag für die „Bayerischen-Tschechischen Freundschaftswochen Selb – Aš 2023“ werden, bei denen die historische Verbindung der beiden Städte gefeiert wird.

 

Um neueste Technologien geht es auch in einem weiteren Projekt, das der Begleitausschuss ausgewählt hat: Die Technische Hochschule Deggendorf entwickelt gemeinsam mit der Südböhmischen Universität Budweis einen neuen Masterstudiengang „Artificial Intelligence and Data Science“. Pschierer: „Damit wird in der Grenzregion ein Bildungsangebot geschaffen, mit dem Fachkräfte in einem Bereich ausbildet werden, der für die Unternehmen vor Ort in Zukunft eine immer stärkere Bedeutung gewinnen wird. Ansonsten droht der Fachkräftemangel in der Region zu einer echten Wachstumsbremse zu werden.“.

 

Zwischenzeitlich beginnen bereits die Vorbereitungsmaßnahmen für die kommende Förderperiode (2021-2027) in der es ebenfalls wieder ein europäisches Förderprogramm für die bayerisch-tschechische Grenzregion geben wird.

 

Weitere Informationen zu Förderschwerpunkten, noch verfügbaren Mitteln, sowie der aktuellen Frist zur Einreichung von bayerisch-tschechischen Projektanträgen für den nächsten Begleitausschuss sind auf der Programmhomepage www.by-cz.de ersichtlich.

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Pressemitteilung-Nr. 99/18