Pressemitteilung

01.02.2018 | Berufliche Aus- und Weiterbildung

Pakt für Berufliche Bildung: Maßnahmen in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro auf den Weg gebracht

Aigner: "Gemeinsam mit Partnern stärken wir die Berufliche Bildung und investieren in die Fachkräfte von morgen"

MÜNCHEN   Der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags hat heute den Weg für zusätzliche Mittel für den Pakt für Berufliche Bildung im Rahmen des Nachtragshaushalts freigemacht. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Gemeinsam mit unseren Partnern stellen wir im Rahmen des Pakts nun insgesamt mehr als 50 Millionen Euro für die berufliche Bildung zur Verfügung. Mit den nun freigegebenen Mitteln fördern wir wichtige Maßnahmen wie etwa die Erhöhung des Meisterbonus auf 1.500 Euro pro Jahr mit rund 17 Millionen Euro und für Investitionen in Bildungseinrichtungen der Wirtschaft stellen wir zusätzliche 10 Millionen Euro bereit. Wir erhöhen die Qualität der beruflichen Bildung und setzen ein wichtiges Zeichen für deren Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung.“

 

Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller ergänzt: „Wir haben bereits im Jahr 2014 mit der ‚Allianz für starke Berufsbildung in Bayern‘ gemeinsam mit der Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Weichen für eine Stärkung der beruflichen Bildung gestellt. Dies setzen wir mit dem Pakt für Berufliche Aus- und Weiterbildung fort. Unser Ziel war und ist: Kein Talent darf verloren gehen. Mit dem Pakt machen wir die duale Ausbildung und Weiterbildung fit für die Digitalisierung.“

 

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: „Die Berufliche Bildung vor allem mit ihrem dualen System aus Ausbildungsbetrieb und Berufsschule ist ein besonderes Erfolgsmodell des Freistaats. Sie ist innovativ, leistungsstark sowie national und international hoch anerkannt und sorgt für bestens qualifizierte Fachkräfte, die in Theorie und Praxis fit sind. Mit zusätzlichen Lehrerstellen für Berufsschulen sowie Fachober- und Berufsoberschulen und 5 Millionen Euro für Exzellenzzentren der beruflichen Bildung im Bereich ‚Industrie 4.0‘ bringen wir sie weiter voran.“

 

Der Pakt für Berufliche Bildung wurde im Juli vergangenen Jahres gemeinsam von der Bayerischen Staatsregierung, dem Bayerischen Handwerkstag e.V., dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sowie der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit unter Federführung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums unterzeichnet. Er ergänzt die umfangreichen Aktivitäten der Staatsregierung und der Arbeitsmarktakteure, die unter dem Dach der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“ gebündelt sind. Ziel ist, die zukunftsorientierte Stärkung der beruflichen Bildung insbesondere im Hinblick auf den steigenden Fachkräftebedarf.

 

Neben den Mitteln aus dem Nachtragshaushalt, unterstützen die Partner im Rahmen des Paktes bereits zahlreiche Projekte für die berufliche Bildung mit eigenen Geldern. „Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Industrie und Wirtschaft 4.0 sind in großen Teilen bereits Realität. Daher haben wir bei den Projekten gezielt den Schwerpunkt auf die IT gelegt. Der sichere Umgang mit digitalen Anwendungen wird heutzutage so selbstverständlich vorausgesetzt wie Lesen und Schreiben. Dem tragen wir Rechnung“, so Aigner weiter.

 

Zudem findet dieses Jahr erneut nach 2016 vom 26. Februar bis 4. März die bayernweite Woche der Aus- und Weiterbildung statt. Mit hochkarätig besetzten Veranstaltungen in allen Regionen des Freistaates sollen Jugendliche (und deren Eltern) über die Vielfalt und Attraktivität der beruflichen Bildung informiert werden. Um Synergien zu nutzen und die Breitenwirkung zu erhöhen, findet zeitgleich auch die Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit statt, sowie am Montag den 26. Februar der Bayerische Tag der Ausbildung unter Federführung des Bayerischen Arbeitsministeriums.

 

Informationen zur Woche der Aus- und Weiterbildung finden Sie unter www.woche-der-ausbildung.bayern

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Pressemitteilung-Nr. 15/18