Pressemitteilung

14.09.2017 | Energiepolitik

Thüringer Strombrücke geht vollständig in Betrieb

Aigner: "Wichtiger Schritt für die Energiewende"

MÜNCHEN/BERLIN   Über eineinhalb Jahre nachdem in Bayern die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, geht die Thüringer Strombrücke heute vollständig in Betrieb. Die Höchstspannungsleitung von Sachsen-Anhalt über Thüringen nach Bayern wird Strom von Norddeutschland in den Süden bringen. So wird vor allem der Windstrom aus dem Nordosten besser angebunden und die Versorgung Bayerns für die nächsten Jahre gestärkt.

 

Bayerns Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner: „Die Thüringer Strombrücke ist für eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung von großer Bedeutung und damit ein wichtiger Beitrag für das Gelingen der Energiewende. Bereits heute müssen Netzbetreiber etwa eine Milliarde Euro jährlich für Netzstabilisierungsmaßnahmen ausgeben. Die Thüringer Strombrücke wirkt hier einer weiteren Kostensteigerung entgegen. Vor allem aber erhöht der Lückenschluss  die Versorgungssicherheit und schafft die Voraussetzung für einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Um unser Ziel einer weitgehend auf Erneuerbaren basierenden Energieversorgung zu erreichen, müssen wir mit dem beschlossenen Netzausbau zügig voranschreiten.“

 

Der bayerische Teil der Thüringer Strombrücke von der Landesgrenze zu Thüringen bis nach Redwitz im Landkreis Lichtenfels wurde bereits Ende 2015 in Betrieb genommen. Mit insgesamt gut zwei Jahren vom Beginn des Planfeststellungsverfahrens bis zur Fertigstellung hat Bayern dabei einen Benchmark für den Netzausbau gesetzt.

 

Bayerns Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Franz Josef Pschierer: „Heute wird eines der wichtigsten Projekte des Stromnetzausbaus in Deutschland zum Abschluss gebracht und die Versorgung Bayerns für die nächsten Jahre gestärkt.“ Mit Blick auf die derzeitigen Diskussionen zu weiteren Stromleitungen von Thüringen nach Nordbayern ergänzt Pschierer: „Die energiepolitische Vereinbarung vom 1. Juli 2015 gilt nach wie vor. Der Netzknoten Grafenrheinfeld muss gegenüber den ursprünglichen Netzausbauplanungen entlastet werden, und wir müssen beim notwendigen Netzausbau eine faire Lastenverteilung erreichen. Bayern kann die Last nicht überwiegend alleine schultern.“

 

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Pressemitteilung-Nr. 145/17