Pressemeldung

15.09.2020 | Beschleunigung der Hightech Agenda

Martinsried und Neuherberg profitieren von dem Innovationssprung

Aiwanger: "Life Science Campus und ELLIS-Institut stärken den Forschungsstandort München"

MÜNCHEN Von der am Montag vom Ministerrat beschlossenen Beschleunigung der Hightech Agenda profitieren auch Standorte in und um München.

 

  • So hat sich der Freistaat verpflichtet, ab 2021 30 Millionen Euro für den Life Science Campus Martinsried bereitzustellen. Für den neu gestalteten Wissenschafts- und Technologiestandort der Max-Plank-Gesellschaft soll jetzt ein Masterplan erstellt und der Termin des Spatenstichs festgelegt werden. Geplant sind der Bau von einem Gateway Center und Plaza mit Seminar- und Hörsälen, Mensa und Räumen für die Verwaltung. Das Herzstück des neuen Campus ist das neue Gebäude für Elektronen-Mikroskope. „Mit der Neugestaltung und Vernetzung hat der Campus Martinsried das Potenzial, das Flaggschiff für Life Science über Deutschland und Europa hinaus zu werden“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

    Des Weiteren ist der Bau eines neuen Data-Centers der MPG geplant. „Die biomedizinische Forschung erzeugt exponentiell wachsende Datenmengen. Um uns an der Spitze der Forschung zu positionieren, brauchen wir daher die modernsten Rechenzentren“, erklärt Staatsminister Aiwanger. In zwei weiteren Bauabschnitten ab 2025 bzw. ab 2030 sollen dann weitere Laborbauten und Verwaltungsbereiche entstehen.

 

  • Auch das ELLIS-Institut (European Lab for Learning and Intelligent Systems) beim Helmholtz Zentrum München wird von dem Innovationssprung der Bayerischen Staatsregierung profitieren. Am Standort Neuherberg wird ab 1. Oktober 2020 der Aufbau eines ELLIS-Instituts für Künstliche Intelligenz und Gesundheit begonnen. Die ersten vier Jahre werden mit Mitteln der Hightech Agenda in Höhe von 20 Millionen Euro finanziert. „Eingebettet in die hochdynamische Forschungsumgebung der Münchner Region wollen wir mit dem neuen Institut internationale Forschungsführungskräfte zu uns holen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen“, sagt Staatsminister Aiwanger.

 

  • Als Leuchtturm des Kompetenznetzwerks KI in Oberbayern wird derzeit ein Fraunhofer-Institut für kognitive Systeme IKS, das sich insbesondere mit der Zuverlässigkeit von KI-Systemen) befasst, aufgebaut. Derzeit ist das neue Institut noch in München angesiedelt. Ein Institutsneubau auf dem Forschungsgelände in Garching ist in Planung. Nach einem ersten Förderpaket im Doppelhaushalt 2019/2020 ist im Rahmen der Hightech Agenda ein zweites Förderpaket in Höhe von 20,1 Mio. Euro vorgesehen. Durch schnelleren Personalaufbau und vorgezogene Investitionsmaßnahmen wird  der Aufbau des Instituts beschleunigt.

 

  • Die Errichtung der KI-Fabrik an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence mit Gesamtkosten von 15 Millionen Euro wird ebenfalls durch den von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Innovationssprung beschleunigt.

 

  • München ist bereits heute ein national und europaweit anerkannter Spitzenstandort für Quantentechnologien. Es existiert ein Exzellenzcluster „Munich Center for Quantum Science and Technology“, in dem die Ludwig-Maximilians-Universität, die TU München, das Walter-Meißner-Institut sowie das Max-Planck-Institut für Quantenoptik vertreten sind. Im Rahmen der HTA wird auch die Fraunhofer-Gesellschaft zum Thema Quantencomputing in München am Fraunhofer AISEC und dem Fraunhofer IKS und in Erlangen gestärkt. Diese Kompetenzen sollen aufbauend auf gemeinsamen Strategieüberlegungen von Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Bayerischer Akademie der Wissenschaften, Technischer Universität München und Ludwig-Maximilians-Universität München im Sinne eines „Quantum Valley“ gebündelt und weiter gestärkt werden. Einen zentralen Schwerpunkt wird dabei der Kompetenzausbau im Bereich Quantencomputing bilden. Die Strategieüberlegungen der genannten Einrichtungen sehen dabei sowohl eine Stärkung der Grundlagenforschung als auch den Technologietransfer zu etablierten Unternehmen und Start-ups im Quantentechnologiepark vor. Die Strategieüberlegungen werden derzeit weiter detailliert und sollen dann im Hinblick auf eine mögliche ergänzende Bundesförderung auch mit der Bundesregierung abgestimmt werden.

 

Ansprechpartnerin:

Katrin Nikolaus, stv. Presseprecherin

 

 


Pressemitteilung-Nr. 270/20