Pressemeldung

01.09.2020 | Arbeitsmarktstatistik

Wirtschaftsminister kommentiert bayerische Arbeitsmarktzahlen für August

Aiwanger: "Arbeitsmarkt stabilisiert sich - wirtschaftliche Erholung jetzt unterstützen"

MÜNCHEN    Die heute veröffentlichten bayerischen Arbeitsmarktzahlen für den Monat August deuten eine leichte Entspannung der Lage an. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Es mehren sich die Zeichen für eine ganz allmähliche Erholung der bayerischen Wirtschaft nach dem beispiellosen Einbruch durch die Corona-Pandemie. Zunehmende Produktionszahlen aus der Industrie und ein sich aufhellender ifo Geschäftsklimaindex nähren die Hoffnung, dass die Talsohle durchschritten ist. Auch der bayerische Arbeitsmarkt hat sich nach dem Corona-Schock vorerst stabilisiert, wenngleich die Bewältigung der Krise einen langen Atem erfordert. Noch immer liegt die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahresniveau, der leichte Anstieg gegenüber dem von Corona geprägten Vormonat bewegt sich aber im saisonüblichen Rahmen. Bayern hat deutschlandweit die niedrigsten Arbeitslosenzahlen.“ 

 

Die Arbeitslosenquote im Freistaat lag im August mit 4,1 Prozent weiterhin um 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Juli-Wert ist sie saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte leicht angestiegen. Die bayerischen Regierungsbezirke verzeichneten Arbeitslosenquoten zwischen 3,6 Prozent in der Oberpfalz und 4,8 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent.

 

Für Aiwanger ist die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate eine zielführende Entscheidung der Bundesregierung, die den Arbeitsmarkt stütze und Tausende Arbeitsplätze über die nächsten Monate retten dürfte. Entscheidend sei es jetzt aber auch, die Menschen wieder zurück in reguläre Beschäftigung zu bringen. „Dazu müssen wir die wirtschaftliche Erholung kraftvoll unterstützen. Staatliche Investitionen in die Verkehrs-, Digital- und Energieinfrastruktur stärken nicht nur die Binnennachfrage, sondern auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, betont der bayerische Wirtschaftsminister und bekräftigt in diesem Zusammenhang seine wiederholte Forderung Richtung Berlin: „Um nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Impulse für Unternehmensinvestitionen zu setzen, muss die Bundesregierung endlich auch eine Unternehmenssteuerreform auf den Weg bringen. Die Zeit ist überreif für eine nennenswerte Steuerentlastung unserer Wirtschaft. Denn nur wenn die Betriebe zuversichtlich in die Zukunft blicken, wird auch investiert und die Beschäftigung wieder hochgefahren.“

 

Pressekontakt
Thomas Assenbrunner
Stv. Pressesprecher
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Pressemitteilung-Nr. 250/20