Pressemeldung

20.03.2019 | Forschung und Innovation

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär übergibt Förderbescheide an Fraunhofer IGCV und Universität Augsburg

Weigert: "Neue Werkstoffe in Bayern zu Hause. Augsburger Forscher holen Zukunft in die Gegenwart"

MÜNCHEN/AUGSBURG   Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert hat heute im Technologiepark Augsburg an der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV die Förderbescheide der Bayerischen Forschungsstiftung für zwei Forschungsprojekte aus dem Bereich der additiven Fertigung übergeben. Die Stiftung fördert zwei neue Verfahren zur additiven Fertigung mit 1,3 Millionen Euro. Die Bescheide gingen an Frau Professor Iman Taha (Fraunhofer IGCV) mit dem Projekt „MC-Sandwich“ und Herrn Professor Johannes Schilp (Universität Augsburg und Fraunhofer IGCV) mit dem Projekt „AutoHybrid“. MC-Sandwich beschäftigt sich mit innovativen Sandwichstrukturen im Metall-Faserverbund für den Leichtbau, AutoHybrid mit der Kombination herkömmlicher Fertigungsverfahren mit dem Laserstrahlschmelzen zum Aufbau komplexer additiver Funktionsstrukturen. Staatssekretär Weigert: „Bayern nimmt mit seiner ausgeprägten materialtechnischen Kompetenz in Forschung und Wirtschaft im internationalen Vergleich heute einen Spitzenplatz ein. Neue Werkstoffe sind in Bayern zu Hause. Die Fraunhofer-Einrichtung IGCV und die Universität Augsburg haben hier zwei beeindruckende Forschungsprojekte auf die Beine gestellt. Sie holen ein Stück Zukunft in die Gegenwart und tragen damit dazu bei, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Wirtschaftsstandort Bayern kontinuierlich und nachhaltig zu steigern“.

 

Professor Bode, Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung, betonte den Modellcharakter der beiden Projekte: „Die Forschungsstiftung fördert Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit dem Ziel, den Technologietransfer zu beschleunigen. Die beiden Augsburger Projekte setzen das geradezu idealtypisch um: Beide Projekte verbinden anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen mit einer größeren Zahl von Unternehmen, vom Global Player bis zum KMU. Damit bestehen gute Chancen, dass die Projektergebnisse erfolgreich in marktfähige Produktionsverfahren, Produkte oder Dienstleistungen umgesetzt werden können.“

 

Jährlich bewilligen die Gremien der Bayerischen Forschungsstiftung Fördermittel in Höhe von rund 15 Millionen Euro für Kooperationsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro. Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 881 Projekte rund 569 Millionen Euro bewilligt. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft wurde damit ein Gesamtprojektvolumen von rund 1,263 Milliarden Euro angestoßen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist Mitglied im Stiftungsrat.

 

Zusätzlich vergibt die Forschungsstiftung Stipendien für die internationale Zusammenarbeit von Forschern sowie (Post‑)Doktoranden.

 

Volker Ellerkmann, stv. Pressesprecher
Tel. 089 2162 2291
volker.ellerkmann@stmwi.bayern.de

 

 


Pressemitteilung-Nr. 71/19