Aiwanger: "Unser Einsatz für Dyneon hat sich gelohnt, Hunderte Arbeitsplätze gesichert, Bayern steht zur chemischen Industrie!"
GENDORF Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die Dyneon GmbH im Chemiepark Gendorf besucht. Nach dem Verkauf durch 3M an Capmont fährt das Unternehmen die Produktion von Fluorkunststoffen wieder hoch.
Für den Erhalt des Standorts hat sich der Minister intensiv eingebracht: „Unser Einsatz hat sich gelohnt. Statt Stilllegung gibt es bei Dyneon jetzt einen Neustart. Rund 400 Arbeitsplätze, wichtiges Know-how und die modernste Fluorkunststoff-Produktion Europas bleiben erhalten. Eine Schließung hätte den gesamten Produktionsverbund im Chemiepark betroffen mit vielen weiteren Arbeitsplätzen. Hier wurde gezielt angepackt und jetzt läuft die Produktion wieder an. Das ist eine gute Nachricht für Gendorf, das gesamte Bayerische Chemiedreieck und den Industriestandort Bayern. Chemische Industrie ist in Bayern willkommen und hat Zukunft.“
Dyneon produziert seit Mitte Juli wieder Monomere und seit Mitte August Polymere. Das Unternehmen stellt unter anderem Spezial-Fluorpolymere für industrielle Anwendungen her. Sie werden für zahlreiche Hightech-Produkte benötigt.
Aiwanger betonte auch, wie wichtig die Fluorkunststoff-Produktion in Deutschland ist: „Europa darf bei wichtigen Grundstoffen nicht immer abhängiger von ausländischen Lieferanten werden. Erst die eigene Produktion schließen und sich anschließend über neue Abhängigkeiten wundern, wäre industriepolitischer Irrsinn. Chemie ist die Basis für unzählige industrielle Wertschöpfungsketten. Deshalb kämpfen wir für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und dafür, dass solche Schlüsselproduktionen in Bayern und Europa bleiben.“
Bei seinem Besuch informierte sich Aiwanger auch über die neue thermische Verwertungsanlage von Dyneon. Sie wandelt Fluorkohlenwasserstoffe aus der Abluft über mehrere Verfahrensschritte in Calciumfluorid um. Der auch als Flussspat bezeichnete kritische Rohstoff kann anschließend wieder industriell genutzt werden. Jährlich sollen so Mengen im vierstelligen Tonnenbereich verwertet werden.
Nachdem der Vorbesitzer 3M zunächst die Entscheidung getroffen hatte, die Produktion von Dyneon zu schließen, erfolgte im Juli 2026 der Verkauf an die schweizerische Capmont. Ende Juni wurde der Betriebsübergang vollzogen. Die Geschäftsführung und die Beschäftigten wurden übernommen.
Ansprechpartnerin:
Dr. Aneta Ufert
Stv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 442/26


