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Aiwanger: "Bayern und Rumänien wollen ihre wirtschaftliche Erfolgsgeschichte auch im Sicherheitsbereich ausweiten"

MÜNCHEN  Bayern und Rumänien wollen ihre erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit auch in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie weiter vertiefen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit dem rumänischen Wirtschaftsminister Irineu Darau am Rande einer IHK-Veranstaltung in München. Im Mittelpunkt standen Geschäftschancen für Unternehmen, gemeinsame Entwicklungs- und Produktionsprojekte sowie die stärkere Verzahnung der industriellen Lieferketten.
 
Aiwanger: „Bayern und Rumänien verbindet schon heute eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Der Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie nimmt aktuell weltweit an Bedeutung zu, weil leider immer mehr internationale Spannungen beklagt werden müssen. Wir hoffen auf baldigen Frieden in der Ukraine, trotzdem müssen wir unsere Verteidigungsfähigkeit verbessern, auch in der Zusammenarbeit mit Rumänien.“
 
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Rumänien haben sich in den vergangenen 20 Jahren dynamisch entwickelt. Das gemeinsame Handelsvolumen hat sich mehr als verfünffacht und lag 2025 bei knapp acht Milliarden Euro. Mehr als 1.000 bayerische Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen mit Rumänien. Damit gehört Rumänien zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Bayerns weltweit.
 
Auch in der Verteidigungsindustrie gibt es konkrete Beispiele für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das bayerische Unternehmen Quantum Systems wird 56 Vector-AI-Aufklärungsdrohnen im Wert von knapp 46 Millionen Euro an Rumänien liefern. Die Beschaffung wird über das europäische SAFE-Programm finanziert.
 
Aiwanger: „Bayerische Spitzentechnologie trifft auf den konkreten Bedarf der rumänischen Streitkräfte. Genau solche Kooperationen wollen wir künftig verstärkt auf den Weg bringen.“
 
Rumänien baut seine Verteidigungsindustrie derzeit aus. Mehr als 100 Unternehmen sind bereits in diesem Bereich aktiv. Der rumänische Verteidigungshaushalt liegt 2026 bei rund 11,3 Milliarden Euro. In Bayern sind rund 200 Unternehmen mit etwa 50.000 Beschäftigten in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie tätig. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 9,5 Milliarden Euro.
 
Nach Ansicht Aiwangers liegt das Potenzial nicht nur in einzelnen Aufträgen, sondern vor allem in einer stärkeren Verzahnung der industriellen Wertschöpfung. Rumänische Unternehmen könnten stärker in bayerische Lieferketten eingebunden werden – etwa als Zulieferer, bei gemeinsamer Fertigung, bei Wartung und bei der Ersatzteilversorgung.
 
Aiwanger: „Wir wollen nicht nur Produkte austauschen, sondern Wertschöpfung miteinander verbinden. Rumänische Unternehmen können stärker Teil bayerischer Lieferketten werden. Umgekehrt bietet der rumänische Markt bayerischen Unternehmen neue Chancen. Daraus können langfristige industrielle Partnerschaften entstehen.“
 
Besonders großes Potenzial sieht Aiwanger bei Zukunftstechnologien wie Drohnen und Drohnenabwehr, moderner Sensorik, sicherer Kommunikation und Cyberabwehr. „Bei diesen Technologien geht die Entwicklung rasant voran. Entscheidend ist deshalb, neue Lösungen schnell zu entwickeln, unter realistischen Bedingungen zu testen und anschließend auch in größeren Stückzahlen produzieren zu können“, so Aiwanger.

 

Ansprechpartner:

Jürgen Marks

Leiter Pressereferat


Pressemitteilung-Nr. 418/26
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach mit dem rumänischen Wirtschaftsminister Irineu Darau am Rande einer IHK-Veranstaltung in München. Foto: StMWi
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach mit dem rumänischen Wirtschaftsminister Irineu Darau am Rande einer IHK-Veranstaltung in München. Foto: StMWi
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