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Aiwanger: "Gasspeicher müssen erhalten und strategische Gasreserve zügig aufgebaut werden"

MÜNCHEN. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger fordert den Bund auf, konkrete Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Gasversorgung in Deutschland zu ergreifen. Der Bund müsse bei der Wintervorsorge und bei der geplanten strategischen Gasreserve sicherstellen, dass ausreichend Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen.
 
Zur Vorsorge gehört auch der Erhalt bestehender Gasspeicher in Bayern angesichts der anstehenden Entscheidung der Bundesnetzagentur über die Betreiberanträge zur Stilllegung der Speicher in Breitbrunn und Wolfersberg.
 
Aiwanger: „Gasspeicher bleiben ein zentraler Baustein unserer Energieversorgung. Bestehende Infrastruktur darf nicht leichtfertig aufgegeben werden. Bayern braucht auch künftig ausreichende Speicherkapazitäten – für die normale Wintervorsorge, für Krisensituationen und perspektivisch auch für Wasserstoff. Der Bund muss deshalb dafür sorgen, dass vorhandene Speicher erhalten und ihre Nutzung langfristig gesichert wird.“
 
Der Bund bewertet die Gasversorgung derzeit als stabil und schätzt das Risiko einer angespannten Versorgungslage im kommenden Winter als gering ein. Dennoch liegen die Speicherstände deutlich niedriger als zu dieser Jahreszeit üblich. Gleichzeitig sorgen die Stilllegungsanträge für zusätzliche Verunsicherung bei Wirtschaft und Bevölkerung.
 
Aiwanger fordert deshalb, die Frage der Versorgungssicherheit nicht allein anhand der aktuellen Marktlage zu beurteilen: „Eine sichere Gasversorgung darf nicht erst dann zum Thema werden, wenn es knapp wird. Wir müssen heute die Infrastruktur sichern, die wir morgen für die Versorgungssicherheit brauchen. Wer funktionierende Gasspeicher stilllegt, schwächt unsere Krisenvorsorge und gibt wichtige Infrastruktur aus der Hand.“
 
Zugleich warnt Aiwanger vor den Folgen weiter steigender Energiepreise für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Steigende Energiepreise belasten unsere Unternehmen gerade in dieser angespannten wirtschaftlichen Lage zusätzlich und können zu einem weiteren Standortnachteil für Bayern und Deutschland werden. Der Bund muss deshalb rechtzeitig Vorsorge treffen und Wirtschaft und Verbraucher wirksam schützen. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise und gezielte Unterstützungsinstrumente für besonders betroffene Unternehmen.“
 
Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu rund 55,1 Prozent gefüllt, die für die Versorgung Süddeutschlands relevanten Speicher in Bayern und Österreich zu rund 48,8 Prozent (Datenstand 9. September 2026). Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Speicher-Füllstand von durchschnittlich 70 Prozent bis zum 1. November.

 

Ansprechpartner:

Jürgen Marks

Leiter Pressereferat


Pressemitteilung-Nr. 406/26
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Prinzregentenstraße 28, 80538 München
Energiepolitik

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