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Aiwanger: "Jeder investierte Euro in die Wasserkraft stärkt die regionale Wertschöpfung, die Netzstabilität und die dezentrale Versorgungssicherheit im Freistaat"

HINTERSCHMELZ   Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Franz Dengscherz, Betreiber der Wasserkraftanlage Hinterschmelz, einen Förderbescheid in Höhe von 131.637,17 Euro übergeben. Mit den Mitteln wird die Neuerrichtung und Erweiterung der Wasserkraftanlage finanziert.

 

Aiwanger betonte bei der feierlichen Übergabe in Hinterschmelz in der Gemeinde Lam die zentrale Rolle der Wasserkraft für die regionale Stromversorgung: „Heimische Wasserkraft ist eine tragende Säule der bayerischen Energieversorgung. Rund 60 Prozent des gesamtdeutschen Wasserkraftstroms wird in Bayern erzeugt. Wasserkraft liefert rund um die Uhr verlässlich und grundlastfähig Strom – unabhängig von Sonne und Wind. Gerade die Kleine Wasserkraft ermöglicht es vielen kleinen Betreibern, ihren eigenen Strombedarf zu decken und unabhängig sauberen Strom zu produzieren. Jeder investierte Euro in die Wasserkraft stärkt die regionale Wertschöpfung, die Netzstabilität und die dezentrale Versorgungssicherheit im Freistaat.“

 

Mit den Fördermitteln wird unter anderem ein neues Turbinenhaus errichtet, ein neues Ausleitungsbauwerk gebaut, leistungsstärkere Turbinen installiert und eine neue, verlängerte Druckrohrleitung verlegt. Die Durchflussmenge nimmt damit von bisher 200 Liter pro Sekunde auf 280 Liter pro Sekunde zu, die Fallhöhe wird von neun auf 29 Meter erhöht. Insgesamt steigt mit den geplanten Maßnahmen die Stromerzeugung der Anlage von 67.000 kWh auf künftig 145.000 kWh pro Jahr.

 

Der Freistaat Bayern fördert auf Grundlage der Bayerischen Wasserkraftstrategie die Modernisierung, Reaktivierung und den Ausbau von Wasserkraftanlagen. Über das Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums werden Investitionen unterstützt, die zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Ökologie beitragen.

 

Auf ganz Bayern sind rund 3.800 Wasserkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 2,6 GW (ohne Pumpspeicherkraftwerke) verteilt – auch in abgelegenen und topografisch ungünstig gelegenen Gebieten. Wasserkraft hat einen Anteil von 22 Prozent an der gesamten bayerischen Stromproduktion und liegt damit nur hinter der Photovoltaik. Neben Versorgungssicherheit stellt die Wasserkraft auch besondere Systemleistungen wie Regelenergie, Momentanreserve und Schwarzstartfähigkeit bereit. 

 

Ansprechpartner: 

Korbinian Huber 

Stv. Pressesprecher 


Pressemitteilung-Nr. 355/26
Im neuen Turbinenhaus hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3. v. l.) Franz Dengscherz (3. v. r.) die Förderurkunde übergeben. Ebenfalls bei der Besichtigung der Wasserkraftanlage mit dabei: Josef Dengscherz (v. l.), Paul Roßberger, Bürgermeister der Gemeinde Lam, Landtagsabgeordneter Julian Preidl und Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp. 
Foto: StMWi/ K. Huber
Im neuen Turbinenhaus hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (3. v. l.) Franz Dengscherz (3. v. r.) die Förderurkunde übergeben. Ebenfalls bei der Besichtigung der Wasserkraftanlage mit dabei: Josef Dengscherz (v. l.), Paul Roßberger, Bürgermeister der Gemeinde Lam, Landtagsabgeordneter Julian Preidl und Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp. Foto: StMWi/ K. Huber
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