Designwirtschaft

Die Designwirtschaft ist eine der wachstumsstärksten und vielfältigsten Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft, zu der die Bereiche Industrie-, Produkt- und Mode-Design, Grafik- und Kommunikationsdesign, Interior Design und Raumgestaltung, Büros für Innenarchitektur, Werbe­gestaltung, Herstellung von Schmuck, Gold-, Silberschmiedewaren sowie selbständige Fotografinnen und Fotografen gehören.

Design steht nicht nur für äußere Gestaltung, sondern geht weit darüber hinaus. Es schafft einen Wiedererkennungswert, kann zur Emotionalisierung von Innovationen beitragen und als Vermittlungs- und Querschnittsdisziplin die Wirtschafts-, Ingenieurs- und Sozialwissen­schaften miteinander verbinden. Als Wachstumstreiber dient es der Wirtschaft, auf dem internationalen Markt kann es ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein. Somit kommt der Designwirtschaft eine entscheidende Wichtigkeit zu, wenn es darum geht, sich den aktuellen und künftigen großen gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Veränderungen zu stellen. So haben verschiedene Designdisziplinen Einzug in die Unternehmen erhalten. Sei es Design Thinking, Speculative Design, Social und UX-Design oder die klassischen Disziplinen wie Industrie- und Produktdesign. Alle Disziplinen spielen eine entscheidende Rolle in den Entscheidungsprozessen von Unternehmerinnen und Unternehmern.

bayern design

Die bayern design GmbH wurde 2001 vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ins Leben gerufen und wird überwiegend von diesem gefördert. Für Gestalter und Unter­nehmen aller Größen und Branchen der Wirtschaft ist die bayern design GmbH in Nürnberg die Ansprechpartnerin rund um den Erfolgsfaktor Design. Hauptaugenmerk liegt auf der Vernetzung der Marktteilnehmer. Das Leistungsportfolio umfasst unter anderem die Beratung zur öffentlichen Designförderung und diverse Netzwerkaktivitäten wie Unternehmerforen und Messeauftritte. Eine Übersicht über aktuelle Veranstaltungen von bayern design finden Sie hier.

Munich Creative Business Week

Ein besonderes Zeichen setzt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit der Förderung der Munich Creative Business Week (MCBW), die jährlich von der bayern design GmbH ausgerichtet wird. 2021 fand sie bereits zum zehnten Mal in München und aufgrund der Corona-Pandemie das erste Mal in einem größtenteils digitalen Format statt. Die MCBW ist das bedeutendste Designevent in Deutschland und bietet zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konferenzen, Workshops nicht nur für die Fachwelt und zukunftsorientierte Unternehmen, sondern auch für designinteressierte Besucher.

Unter dem Leitmotiv „design connects!“ spiegeln die Key Visuals das jeweilige Jahresthema der MCBW wider.

2021: Der Octoid – Unsere Zukunft im Spannungsfeld zwischen Natur und Technik

2020: Das Zebrablatt – Erstaunliche Phänomene schaffen neue Verbindungen

2019: Die Kakadu-Tasse – Gegensätze schließen Freundschaft

 

Save the Date: Die nächste MCBW wird vom 5. bis zum 13. März 2022 stattfinden.

Coburger Designforum Oberfranken und Coburger Designtage

Coburg hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem Designstandort entwickelt. Hervorzuheben sind die seit 1989 jährlich stattfindenden Coburger Designtage, die über die Region hinaus bekannt sind und jährlich rund 10.000 Besucher anlocken. Durch die Coburger Designtage soll einerseits verdeutlicht werden, dass Design ein bedeutender Wirtschafts­faktor ist, andererseits soll das Interesse für Design in der breiten Bevölkerung geweckt werden. Ausrichter ist das Coburger Designforum Oberfranken in Zusammenarbeit mit der Fakultät Design der Hochschule Coburg. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden 2020 die Coburger Designtage im neuen Format  DESIGN findet STADT - Labore für neue Ladennutzung statt, bei dem leerstehende Läden zu Ausstellungsflächen für die Designszene wurden.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Designwirtschaft ist durch die Corona-Pandemie mit einem geschätzten Umsatz 2020 von 2,8 Milliarden Euro auf das Umsatzniveau von 2010 zurückgefallen. Sie verzeichnet einen Umsatzrückgang von 22 Prozent, der vor allem auf konjunkturell bedingte Ausfälle, aber auch Einzelhandelsschließungen zurückzuführen ist. Eine ausführliche Analyse sowohl für den Teilmarkt Designwirtschaft als auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft als Ganzes bietet das Themendossier „Betroffenheit der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona-Pandemie“ (PDF auf externem Server) des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes und das Kurzpapier „Analyse zur Corona-Betroffenheit der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft“ von  bayern innovativ.