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Regionalmanagement Landkreis Ebersberg

Region:Landkreis Ebersberg
Regierungsbezirk: Oberbayern
Handlungsfelder: Demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, Siedlungsentwicklung
Thema: Strategien und Konzepte, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Image und Marketing
Aktueller Förderzeitraum:September 2025 - August 2028
In der Förderung seit:April 2022
Webseite:https://www.lra-ebe.de/landratsamt/unsere-fachbereiche/?sachgebiet-17-mobilitaet-und-regionalentwicklung&orga=055eba307346fae79206989e14b0057b

Projekt: DIGITALES SOZIAL- UND SCHULDBEDARFSMONITORING

Demografischer Wandel

Handlungsbedarfe und Ziele

Im digitalen Zeitalter ist es die Intention, alle relevanten Sozial- und Schuldaten des Landkreises Ebersberg digital, aktuell, kleinräumig und stets verfügbar darzustellen. Das Landesamt für Statistik (LfStat) erstellt nur Prognosen auf Landkreis-Ebene und für Gemeinden ab einer Einwohnerzahl von 5.000. Diese unspezifische Datengrundlage reicht für eine qualifizierte Sozial- und Bildungsplanung nicht aus. Insbesondere deshalb, weil die Annahmesetzung auf örtliche Gegebenheiten nicht
eingehen kann und zudem eine Fortrechnung der bisherigen Entwicklung unterstellt wird.

Der Landkreis Ebersberg wird deshalb seine Bevölkerungs- und Schulbedarfsprognosen nach wissenschaftlichen Standards in Eigenregie erstellen und diese der Öffentlichkeit digital 24/7 mittels des sog. Keck-Atlas der Bertelsmann Stiftung veröffentlichen wird. Hinzu kommen weitere Sozialdaten. Das Projekt ist keine verpflichtende kommunale Pflichtaufgabe, sondern ein nützliches Instrument, um den Bedarf an Schulplätzen und Ressourcen frühzeitig zu erkennen. Somit geht die Schülerbedarfsprognose deutlich über die Pflichtaufgabe der Landkreise einer Schulträgerschaft für weiterführende Schulen hinaus.

Ziele des Projekts

  • Digitale Veröffentlichung aller relevanten Bevölkerungs- und Bildungsdaten des Landkreises Ebersberg als empirische Grundlage für alle Maßnahmen der Siedlungsentwicklung sowie Sozial- und
  • Bessere Planungsgrundlage für Gemeinden (z.B. Selbsteinschätzung für die Auslastung der bestehenden Infrastruktur)
  • Stärkung des Bewusstseins für den demografischen Wandel

Projektmaßnahmen

        Maßnahmen zum Ziel: Digitale Veröffentlichung aller relevanten Bevölkerungs- und Bildungsdaten des Landkreises

  1. Datenerhebung aus den wichtigsten Datenquellen
    Es erfolgen detaillierte Erhebungen zu den Schülerzahlen, Bestands- und Bewegungsdaten zur Einwohnerstatistik sowie ein Datenkauf und Sonderauswertungen beim Bayerischen Landesamtes für Statistik (LfStat).
  2. Vernetzung mit den relevanten Stellen in den Gemeinden
    Die erhobenen und zusammengestellten Daten werden bei Klärungsbedarf mit den Gemeindevertretungen besprochen, spezifische Annahmen getroffen und daraus Szenarios entwickelt.
  3. Erstellung eigener Prognosen nach wissenschaftlichen Standards 
    Anhand der erhobenen Daten wird die Quotenermittlung zum Schulwahlverhalten (z.B.
    Übertrittsquoten etc.) und Annahmesetzung zu Einpendlern und Sondereinflüssen durchgeführt, welche sich erst im Prozess ergeben. Bei der sog. „statistischen Woche“ werden die jeweiligen Standards für die Erstellung dieser Prognosen etc. kommuniziert, weshalb eine Teilnahme dort zwingend erforderlich ist.
  4. Einbettung weiterer Sozial- und Bildungsdaten
    Die erhobenen Daten sowie weitere Demografie-, Sozial- und Bildungsdaten werden in den Keck-Atlas eingepflegt und dort 24/7 digital zugänglich gemacht. Dies sind z.B. Daten zur frühkindlichen Bildung, kleingegliederte demografische Kennzahlen (z.B. Altersmaße) oder falls verfügbar: Schuleingangsuntersuchung, Daten zur Jugendarbeitslosigkeit).

    Maßnahmen zu den Zielen: Selbsteinschätzung der Gemeinden bzgl. Auslastung bestehender Infrastruktur & Bewusstseinsförderung für den demografischen Wandel
     
  5. Regelmäßige Kontrolle der eigenen, ortsspezifischen Annahmesetzungen
    Es folgt ein jährlicher Soll-Ist-Vergleich zur Überprüfung der eigenen Annahmesetzungen. Mögliche Abweichungen zur Annahmesetzung (=Differenz Soll zu Ist) werden analysiert und die Ursache erforscht. Falls erforderlich, werden Anpassungen für zukünftige Prognoserechnung durchgeführt.
  6. Erstellung von Gemeindesteckbriefen zur aktuellen soziodemografischen Situation sowie zur zukünftigen Einwohnerentwicklung
    Für alle Landkreisgemeinden werden Steckbriefe erarbeitet, welche nachfolgende notwendige Daten enthalten: Bevölkerungsprognose, Einwohnerstruktur und Vergleichsdaten zur Landkreis-Ebene, Entwicklung der Kinder- und Seniorenzahlen usw. 
    Die Gemeinden und somit auch der Landkreis haben den Vorteil, dass zukünftige Planungen auf operativer Ebene anhand von ortsspezifischen Plandaten erfolgen können. Landkreis und Gemeinden vermeiden dadurch im optimalen Fall Fehlplanungen und Fehlinvestitionen. Auf Anfrage der Gemeinden erfolgt eine Vorstellung der Ergebnisse in öffentlicher Sitzung über die in den Lokalmedien berichtet – und das Regionalmanagement sichtbar wird. 
    Hierdurch erfolgt per se eine Bewusstseinsbildung bei den entscheidenden politischen Akteuren. Nach Zustimmung der dafür zuständigen Gemeinden sollen Ableitungen für die operative Ebene mit dem Regionalmanagement im Rahmen von Workshops etc. angeboten werden.

 

Projekt: BERUFSORIENTIERUNG

Wettbewerbsfähigkeit

Handlungsbedarfe und Ziele

Die Berufsorientierung von Schulabgängern ist eine zentrale Aufgabe der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik. Sie entscheidet maßgeblich über die zukünftige Erwerbsbiografie junger Menschen und trägt zur Fachkräftesicherung in der Region und darüber hinaus bei. Viele Schulabgänger stehen vor der Herausforderung, sich in einer komplexen und unübersichtlichen Berufs- und Bildungslandschaft zurechtzufinden. Diese Übergangsphase stellt für junge Menschen eine prägende Weichenstellung dar: Egal ob Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst, Sabbatjahr oder eine andere Form der Überbrückung – die Vielfalt möglicher Wege ist groß.

In vielen Regionen und auf kommunaler Ebene fehlen jedoch systematisch erhobene und aktuell verfügbare Daten darüber, welche beruflichen Schritte Schulabgänger nach dem Abschluss tatsächlich unternehmen. Diese Lücker erschwert eine gezielte Bildungsplanung und schwächt die Wirksamkeit der Berufsorientierung. Es ist zudem ein zentrales Hindernis für eine bedarfsgerechte, vorausschauende und individuelle Unterstützung junger Menschen beim Übergang in das
Berufsleben.

Angebote am Übergang Schule-Bedarf sind im Landkreis Ebersberg zwar in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden, meist aber nicht landkreisweit bekannt oder vernetzt. Im Zuge der geplanten Errichtung einer Berufsschule soll daher das Thema der Berufsorientierung in den Fokus gerückt werden.

Ziele des Projekts

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf Fachkräftegewinnung und-sicherung
  • Spezifische Datenanalyse auf regionaler und schulischer Ebene
  • Vernetzung aller relevanter Akteure und Kooperationspartner

Projektmaßnahmen

         Maßnahmen zum Ziel: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit & Datenanalyse

  1. Auftaktveranstaltung: Information der Netzwerkpartner und der breiten Öffentlichkeit über den themenschwerpunkt Berufsorientierung
    Um die Projektpartner sowie die Öffentlichkeit miteinzubinden und eine gemeinsame Basis für die Konzeptentwicklung für die Berufsorientierung zu legen, wird eine zentrale Auftaktveranstaltung im Rahmen der Bildungsregion durchgeführt. Die Auftaktveranstaltung beinhaltet ein Workshop-Format, welches durch eine externe Moderation begleitet wird. Vorhandene Projekte werden dokumentiert und der Bedarf neuer Handlungsfelder eruiert. Das Workshop-Format beinhaltet zudem einen Rahmen zum Netzwerken und Austauschen. Mittels Feedback-Fragebögen soll die Veranstaltung bewertet und weitere Anregungen zum Projekt gesammelt werden.
  2. Eruieren der wichtigsten Datenquellen und Datenabfrage
    Es erfolgen qualitative Befragungen von Schulabgängern mittels Online-Fragebögen und/ oder Papier-Fragebögen zum weiteren Werdegang. Daneben erfolgen statistische Auswertungen von Arbeitslosen-Meldungen der Auszubildenden über die Arbeitsagentur/Jobcenter etc. Des Weiteren werden bestehende Angebote (z.B.
    Praktikumsbörse, Berufsmessen und Bewerbertrainings) analysiert.

    Maßnahmen zum Ziel: Vernetzung relevanter Akteure
     
  3. Regionale Workshops mit Stakeholdern
    Zur Identifizierung weiterer Bedarfe und als Vorbereitung zur Konzepterstellung erfolgen zwei regionale Workshops mit relevanten Stakeholdern im Landkreis.
  4. Konzepterstellung inkl. Ableitung und Priorisierung von Handlungsfeldern unter Abstimmung mit den jeweils zuständigen Stellen
    Auf Basis der gesammelten Daten aus den Maßnahmen Nr. 1 - 3 wird ein Umsetzungskonzept zur Förderung der Berufsorientierung im Landkreis erstellt. Gemäß der
    Priorisierung wird entschieden, mit welchen Handlungsfeldern begonnen und an welchen Maßnahmen in der Folge intensiver zusammengearbeitet wird. Ebenso davon abhängig, ist die Auswahl geeigneter Kooperationspartner.
  5. Nachhaltige Vernetzung mit den relevanten Stellen
    Zum Ausbau der Projektzusammenarbeit sollen Netzwerkpartner aus Maßnahme Nr. 1 langfristig besser vernetzt werden. Hier sind entsprechende Vernetzungstreffen vorgesehen.
  6. Pressemitteilung über Sachstand
    Vor der Umsetzung der Handlungsfelder werden die Projektpartner und die Öffentlichkeit über den Projektstand informiert.
  7. Umsetzung von Aktionen aus dem ermittelten Bedarf und definierten Handlungsfelder
    Anhand der gesetzten Prioritäten, wird mit der Konzeptumsetzung begonnen.
  8. Durchführung einer zentralen Abschlussveranstaltung mit Netzwerkpartnern und Öffentlichkeit 
    Die Abschlussveranstaltung erfolgt wiederum mit externer Moderation. Dabei werden Informationen zum aktuellen Projektstand gegeben.
  9. Initiierung eines kontinuierlichen Austausches der Projektpartner zur laufenden Anpassung, Ergänzung und Weiterentwicklung von Maßnahmen 
    Um alle wichtigen Akteure, Fachbereiche und Fachbereiche und Fachexperten im Landkreis langfristig und regelmäßig zusammenzubringen, wird angestrebt, den „Arbeitskreis Schule- Wirtschaft“ wiederzubeleben bzw. neu aufzusetzen. Mit diesem Gremium soll gewährleistet werden, dass die Maßnahmen über den Projektzeitraum hinauswirken, fortgeführt und stetig weiterentwickelt werden.
  10. Internetpräsenz/ Öffentlichkeitsarbeit
    Es folgen Berichte über den Projektfortschritt und dessen Umsetzung inkl. Weitere Informationen auf der Website der Bildungsregion.

 

Regionalmanagement des Landkreises Ebersberg
Alexandra Bartl
Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg

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