Entwicklungspolitische Handlungsfelder des Freistaates Bayern

Gute Regierungsführung, Politik- und Institutionenberatung

Der Freistaat Bayern fördert gute Regierungsführung sowie Politik- und Institutionenberatung auf unterschiedlichen Ebenen. Er befähigt staatliche Akteure, Politikinhalte entsprechend zu gestalten und unterstützt die Partner bei der Umsetzung von Innovations-, Entwicklungs- und Reformprozessen zu verschiedenen Themen, die für die kooperierenden Länder von Relevanz sind.

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Gezielter Wissens- und Technologietransfer trägt dazu bei, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der kooperierenden Länder und Regionen zu steigern. Der Aufbau fachlicher und methodischer Kompetenz versetzt die Menschen in die Lage, im eigenen Kontext selbstständig Lösungen zu aktuellen Problemstellungen zu erarbeiten. Ein gestärkter Mittelstand in den Ländern ist der beste Weg zu mehr Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Perspektiven. Deshalb fördert der Freistaat Bayern technologieorientierte Weiterbildung für Teilnehmende aus Entwicklungsländern. Die Wirtschaft spielt eine aktive Rolle, um Kooperationsbeziehungen zwischen Entwicklungsländern und Bayern auf- und auszubauen.

Beispiel „Managementtraining“ PDF (136 KB)

Klimaschutz, Umwelt und Energie

Der Freistaat Bayern bietet Entwicklungs- und Schwellenländern an, sich im Bereich Klimaschutz, Umwelt und Energie mit den deutschen und bayerischen Rahmenbedingungen vertraut zu machen und den aktuellen Stand der Technologien kennen zu lernen.

Beispiel „Fachseminar“ PDF (112 KB)

Bekämpfung von Fluchtursachen

Der Bayerische Landtag hat der Staatsregierung in 2016 zusätzliche Mittel zur Fluchtursachenbekämpfung in Höhe von 2,3 Millionen Euro bereitgestellt. Diese werden von der Bayerischen Staatskanzlei für ausgewählte Projekte mit regionalen und thematischen Schwerpunkten ausgegeben.

Die Bayerische Staatsregierung konzentriert die Mittel auf die bedürftigsten Nachbarstaaten Syriens wie Libanon und Jordanien, daneben auf unser Partnerland Tunesien sowie einige wenige Staaten Afrikas wie Kenia und Togo und des Westbalkans. Thematisch sind vor allem die schulische und berufliche Bildung, Gesundheitsversorgung und Daseinsvorsorge wichtig.

Die Bayerische Staatsregierung möchte ihr Engagement bei der Fluchtursachenbekämpfung weiter fortsetzen und deutlich ausbauen. Daher hat die Staatsregierung bei der Klausur in St. Quirin Ende Juli 2016 ein Sonderprogramm zur Schaffung von „Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern“ beschlossen. Mit der Zustimmung des Landtags sollen im Nordirak, im Libanon, in Tunesien und im Senegal Projekte im Gesamtumfang von 20 Millionen Euro gefördert werden, vorrangig in der Wasser- und Gesundheitsversorgung, der schulischen und beruflichen Bildung sowie spezielle Frauen- und Verwaltungsprojekte.