Bayerischer Pharmagipfel

Die pharmazeutische Industrie in Bayern steht für eine hochwertige Arzneimittelversorgung und ist ein leistungsfähiger Partner in der Gesundheitspolitik. Sie ist zudem ein starker Wirtschaftsfaktor und bedeutender Arbeitgeber.

Auf Einladung der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml wurden in einem intensiven und konstruktiven Dialog zwischen Vertretern der Bayerischen Staatsregierung und der pharmazeutischen Industrie wichtige Fragen und Herausforderungen bei der Stärkung des Pharmastandorts Bayern und der Sicherung der nachhaltigen Arzneimittelversorgung der Patientinnen und Patienten identifiziert.

Der Bayerische Pharmagipfel fand zum ersten Mal im Dezember 2014 statt. Im Nachgang zu dieser Auftaktveranstaltung wurden zentrale Themen in drei Arbeitsgruppen mit den Dialogpartnern diskutiert:

  • Dialogpartner: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Bayerisches Staatsministerium der Justiz, die sog. Pharmainitiative Bayern (informelle Gruppe forschender pharmazeutischer Unternehmen), der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), der Verband progenerika sowie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in seiner Funktion als bayerische Geschäftsstelle des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

  • Arbeitsgruppen: Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)/Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V); Arzneimittelversorgung; Infrastruktur/Beseitigung von Hürden für die Einführung technologischer Entwicklungen

Innerhalb eines Jahres wurden konkrete Ergebnisse erarbeitet, die am 11. November 2015 von den beiden Staatsministerinnen auf dem zweiten Bayerischen Pharmagipfel vorgestellt wurden. In einer gemeinsamen Erklärung PDF (387 KB) wurden entsprechende Initiativen sowie Forderungen an den Bund vereinbart.

Die Bayerische Staatsregierung bringt die bayerischen Interessen in Gesetzesvorhaben auf Bundesebene ein und greift dabei laufend auch die zentralen Impulse der gemeinsamen Erklärung auf (z.B. beim Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, Strahlenschutzgesetz).

Der fachliche Austausch wird in einem Expertendialog Arzneimittel weiter fortgeführt, um die Umsetzung der vereinbarten Positionen zu begleiten und neue Themen zu diskutieren. Darüber hinaus wurden verschiedene Gremien eingerichtet, die regelmäßig tagen:

  • Runder Tisch „Klinische Forschung“:
    • Teilnehmer: Universitätsklinika, Pharmaunternehmen, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Leitung BioM
    • Themen: Verbesserung der Zusammenarbeit von bayerischen Universitätskliniken und der Pharma- und Biotechnologie-Industrie.

  • Runder Tisch „Liefer- und Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln“:
    • Teilnehmer: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pharmaindustrie, pharmazeutischer Großhandel (PHAGRO e.V.), Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) und Krankenhausapotheker (AKDA – Landesverband Bayern)
    • Themen: Maßnahmen bei Liefer- und Versorgungsengpässen und Initiativen zur Vorbeugung vor solchen Engpässen.

  • Expertendialog „Fachkräfte“:
    • Teilnehmer: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Mitglieder des Prüfungsausschusses Pharmakantenausbildung, IHK
    • Themen: Möglichkeiten der Weiterqualifizierung, Anpassung Ausbildungsinhalte etc.