Exportinitiativen des Bundes

Branchenspezifische Angebote des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Die Bundesrepublik Deutschland ist weltweit bekannt für den hohen Stan­dard ihrer technischen und industriellen Systeme und Produkte. Die Begriffe „Made in Germany” und „German Engineering” stehen für Inno­vations­kraft und verlässliche Qualität.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat daher für wichtige Wachstumsbranchen spezielle Exportinitiativen gestartet, in denen es die Unterstützung deutscher Unternehmen bei Auslands­aktivitäten unter einer deutschen Dachmarke fördert. Derzeit gibt es vier Initiativen, in denen Akteure aus allen Bereichen der Außen­wirtschafts­förderung an einen Tisch gebracht und branchen­spezifische Angebote ausgearbeitet werden.

Konkrete Projekte der vier Exportinitiativen des Bundes sind auf den Internetportalen der jeweiligen Exportinitiativen zu finden. Die für die jeweiligen Initiativen relevanten Bundesministerien und die Bundesländer tauschen sich regelmäßig aus, um die Unterstützungsangebote aufeinander abzustimmen.

Exportinitiative Energie

externer Link: Exportinitiative Energie

Mit dem Ziel, deutsche Technologien und Know-how weltweit zu positionieren, unterstützt die Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Anbieter von klimafreundlichen Energielösungen bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Im Fokus stehen hierbei die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze und Speicher. Das Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt die Teilnehmer bei der Marktvorbereitung sowie bei der Marktsondierung, -erschließung und -sicherung.

Exportinitiative Gesundheitswirtschaft

Externer Link: Exportinitiative Energieeffizienz

Der deutsche Gesundheitsmarkt hat in den vergangenen Jahren große Beachtung erfahren. Mindestens ebenso beeindruckend stellt sich der weltweite Markt dar. Bevölkerungswachstum und steigende Pro-Kopf-Ausgaben sorgen dafür, dass sich die Gesund­heits­wirt­schaft stärker entwickelt als andere Branchen. Immer mehr Men­schen geben immer mehr Geld für ihre Gesundheit aus.

Das BMWi hat daher die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft gestartet, um den Außenhandel in dieser Branche weiter zu stärken. Ziel ist es, an den Bedürfnissen der Wirtschaft aus­ge­rich­te­te Aktivitäten zu ergreifen, die von der Wirtschaft selbst so nicht bewerkstelligt werden können - bislang wurden deshalb sechs Fokusprojekte ins Leben gerufen. Schwerpunkte sind Medizin­technik, medizinische Biotechnologie, Telemedizin und gesund­heits­bezogene Dienstleistungen. Germany Trade and Invest (GTAI) setzt die Initiative in Abstimmung mit dem BMWi um.

Die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants erstellte eine Studie zum "Weltweiten Gesundheitsmarkt". Sie zeigt die Größe und Wachstumsschwerpunkte des internationalen Gesundheitsmarktes auf und gibt so den Akteueren der deutschen Gesundheitswirtschaft Anregungen, die globalen Chancen in Zu­kunft noch besser zu nutzen.

Die Webseite der Initiative bündelt Informationen, Publikationen und Angebote von Bundesministerien, Fachverbänden und Bundes­ländern über Marktbedingungen im Ausland, Delegations­reisen, Messen und andere Unterstützungsleistungen für export­orientierte Unternehmen.

Ein englischsprachiger Teil richtet sich insbesondere an im Ausland ansässige Nachfrager von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen und soll der Vermarktung deutscher Produkte dienen.

Exportinitiative Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen

Die Exportinitiative "Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen" ist ein Schwerpunkt der industriepolitischen Konzeption "Zukunftsmarkt zivile Sicherheit" des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel ist es, die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit von Unternehmen der deutschen Sicherheitsindustrie zu stärken. Im Rahmen der Exportinitiative geht es vor allem darum, kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Erschließung von Auslandsmärkten zu unterstützen und den Bekanntheitsgrad deutscher Sicherheitstechnik und -dienstleistungen außerhalb Deutschlands zu erhöhen.

Angeboten werden Informationsveranstaltungen in Deutschland zu ausgewählten Ländern, Markterkundungs- und Geschäftsanbahnungsreisen in interessante Zielmärkte sowie Informationsreisen ausländischer Entscheider nach Deutschland. Leistungsschauen, bei denen deutsche Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen in ausgewählten Zielländern präsentiert werden, vervollständigen das Angebot. Dabei greift die Exportinitiative auf das Modulsystem des Markterschließungsprogramms zurück.

Die Auswahl der relevanten Zielmärkte richtet sich nicht allein nach wirtschaftlichen Aspekten, sondern berücksichtigt auch sicherheitspolitische Erwägungen. Neben dem allgemeinen Marktpotenzial, das sich aus den Wachstumsperspektiven der Zielmärkte ergibt, ist deshalb auch der mögliche Beitrag deutscher Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen zur Verbesserung der Sicherheitslage und des Schutzniveaus von großer Bedeutung. Beachtung finden auch lokale Projektaktivitäten, die eine erhebliche Systemintegrationsfähigkeit erfordern. Dazu gehören Großbaumaßnahmen (z. B. Flughäfen, Häfen, Eisenbahnen, Energieversorgungsanlagen) und gesellschaftliche Großereignisse (z. B. Sportturniere).

Exportinitiative Umwelttechnologien

Mit der Anfang 2015 gestarteten Initiative unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium Unternehmen mit einer speziellen umwelttechnologischen Produktpalette dabei, neue Märkte im Ausland zu erschließen. Im Fokus stehen besonders Produkte oder Dienstleistungen aus den Bereichen nachhaltige Wasserwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Luftreinhaltung bzw. Lärm und nachhaltige Mobilität.

Die Exportinitiative Umwelttechnologien nutzt die Modulangebote des Markterschließungsprogramms (MEP) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie bietet Informationsveranstaltungen in Deutschland zu den betreffenden Auslandsmärkten, Geschäftsanbahnungsreisen in interessante Zielmärkte sowie Informationsreisen ausländischer Entscheider nach Deutschland.

Derzeit sind etwa 20 bis 25 Projekte jährlich geplant. Das BMWi entwickelt gemeinsam mit anderen Bundesressorts weitere Maßnahmen, die das Programmportfolio der Exportinitiative erweitern werden.