Erneuerbare Energien

Die Energiewende in Bayern kommt gut voran. Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch stieg 2015 auf über 19 Prozent. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung hat 2015 knapp 40 Prozent erreicht und sich somit seit 2010 um mehr als die Hälfte erhöht.

Bayern hat sich von allen vergleichbaren Ländern die ehrgeizigsten Ausbauziele gesetzt. Wir verfolgen diese Ziele konsequent und haben bereits wichtige Etappen erreicht.

So ist Bayern in Deutschland führend bei der Nutzung der Wasserkraft, Solarenergie, Geothermie sowie Umgebungswärme. Bei der Stromerzeugung aus Bioenergie erreicht Bayern Rang 2 unter den Ländern. Trotz des relativ windschwachen Binnenstandorts legte Bayern beim Zubau von Windenergieanlagen in den letzten Jahren kräftig zu und besetzte hier auch 2016 einen guten 6. Rang im bundesweiten Ländervergleich. Wir werden uns auf dem Erreichten nicht ausruhen, sondern den Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Ebenen weiter vorantreiben.

Bis 2025 wollen wir ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung auf rund 70 Prozent steigern.  Für den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch wird ein Wert von 20 Prozent im Jahr 2025 angestrebt.

Dabei muss der weitere Ausbau bedarfsgerecht erfolgen. Dazu muss  neben unseren quantitativen Zielen verstärkt die Qualität bei der Stromerzeugung in den Vordergrund rücken. Auch erneuerbare Energien müssen zunehmend Systemverantwortung übernehmen. Sie müssen dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

Zudem wird der Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energien künftig stärker an einer besseren Markt- und Systemintegration gemessen werden. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2014 wurde ein erster Schritt in diese Richtung unternommen. Auch bei der weiteren Ausgestaltung des EEG wird sich Bayern aktiv beteiligen.

Die bundespolitischen Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch das EEG festgelegt werden, müssen faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den einzelnen Regionen sicherstellen. Um den Übertragungsbedarf in den Süden nicht zusätzlich zu erhöhen sowie Dezentralität und Akzeptanz der Energiewende zu erhalten, ist eine regionale Steuerung unerlässlich. Bayern legt zudem größten Wert auf Anbietervielfalt durch eine vorrangige Beteiligung von Kommunen und Bürgern.

Weitergehende Informationen erhalten Sie im Bayerischen Energieprogramm PDF (3.1 MB).