Medienkompetenz

Das mediale Angebot ist vielfältig, von unterschiedlicher Qualität und nicht immer ohne Risiken. Digitale Medien finden aber immer früher Einzug in das Leben von Kindern und Jugendlichen. 77 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen sitzen regelmäßig am Computer oder Laptop. Fast jeder Zwölf- bis 19-Jährige besitzt ein eigenes Mobiltelefon, bei 95 Prozent handelt es sich dabei um ein Smartphone mit Internetzugang. Um die Chancen der Medien zu nutzen, aber auch die Gefahren zu erkennen, kommt dem Wissen, der kritischen Betrachtung der Angebote und der Reflexion über die eigene Mediennutzung große Bedeutung zu. Nur wer die verschiedenen Mediensysteme kennt und die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sinnvoll einordnen kann, ist zum selbstbestimmten, kompetenten Gebrauch befähigt. Daher ist es Ziel unserer Medienpolitik, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken.

Projekte dazu sind insbesondere der Medienführerschein Bayern und das Medien­pädagogische Referentennetzwerk, die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium finanziert und von der gemeinnützigen Stiftung Medienpädagogik Bayern durchgeführt werden. Der Medienführerschein Bayern ist eine Initiative der Bayerischen Staatsregierung. Über 200.000 Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern haben erfolgreich an den Unterrichtseinheiten teilgenommen und dafür eine Urkunde erhalten. Kostenlose Unterrichtsmaterialien stehen sowohl für Grundschulen, weiterführende Schulen sowie berufliche Schulen als auch für den Elementarbereich zur Verfügung. Die Zielgruppen des Medienführerscheins werden fortlaufend erweitert. Seit 2017 profitiert auch die außerschulische Jugendarbeit von der Erfolgsgeschichte des Medienführerschein Bayern. Mit dem Medienpädagogischen Referentennetzwerk Bayern werden Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder unterstützt. Über die angebotenen Informationsveranstaltungen konnten schon über 36.000 Eltern erreicht werden.