Themenwochen

Team Energiewende Bayern macht das Jahr 2021 zum Jahr der Energiezukunft. Wie wollen wir uns in der bayerischen Energiezukunft bewegen, Strom erzeugen oder uns im Winter warmhalten?

Mit Team Energiewende Bayern und unseren Partnern gehen wir im Rahmen der Themenwochen diesen Fragen nach. Denn Mobilität, Strom und Wärme stellen Sektoren dar, deren Zusammenspiel in Zukunft (Sektorenkopplung) immer wichtiger werden wird. Im Zentrum steht der Sektor Strom. Nur mit einem Überangebot an erneuerbar produziertem Strom in Bayern kann dieser mit positiven Auswirkungen auf die Klimabilanz für die Sektoren Mobilität und Wärme umgewandelt und für eine klimaschonendere Gestaltung genutzt werden. Innerhalb der Themenwochen können Sie sich auf Veranstaltungen, Aktionen und verschiedene Informationen um diese Themen freuen.

Sich mit der Energiewende zu beschäftigen, heißt, jetzt das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern; sich also selbst für die Energiezukunft fit zu machen.

Unter #Mobilitätswochen, #Stromwochen und #Wärmewochen informieren und inspirieren wir Sie auf unseren Social-Media-Kanälen.

Sektorenkopplung: Was ist das?

Die Kopplung der Sektoren Mobilität, Strom und Wärme („Power-to-X“) wird als Sektorenkopplung bezeichnet.

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Wenn man für die Sektorenkopplung gezielt auf künftigen Überschussstrom aus erneuerbaren Energien setzt, bezeichnet man das als systemdienliche Sektorenkopplung. Was man hierfür braucht, ist neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien die Entwicklung von Speichern, intelligenten Steuerungen und einem dynamischen Stromtarif, der einen flexiblen Verbraucher belohnt.

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Themenwochen Strom: Im Team die Energiezukunft elektrisieren

Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, spielt die Akzeptanz der Menschen vor Ort eine Schlüsselrolle. Dabei ist die grundsätzliche Akzeptanz für die Energiewende in der Bevölkerung hoch. Ist aber zum Beispiel der Bau einer Windenergieanlage in Sichtweite der eigenen Wohnung geplant, formiert sich oftmals Widerstand. Frühzeitige und auch finanzielle Beteiligung sowie eine transparente Kommunikation können hier Abhilfe schaffen und entscheidende Weichen für eine erfolgreiche Energiewende stellen.

Die Umstellung auf mehr erneuerbare Energien führt zu einer höheren Komplexität im Energiesystem. Die neuen Herausforderungen können wir nur gemeinsam als Team bewältigen. Für eine sichere und klimaneutrale Energiezukunft muss daher jeder Einzelne seinen Beitrag leisten.

Photovoltaik hat sich in Bayern bei der Stromerzeugung als produktionsstärkste regenerative Energieerzeugungstechnik etabliert. Weiterhin besteht im Bereich Sonnenenergie ein erhebliches Ausbaupotential. Allerdings liegt der Nachteil von Photovoltaik ebenso wie bei der Windenergie in deren Verfügbarkeit und den damit einhergehenden Schwankungen im Stromnetz, dies macht auch Speichertechnologien und Flexibilität bei den Verbrauchern erforderlich. Um dem Ausbau der Windenergie mehr Schub zu geben, wurde die Bayerische Windenergieoffensive AUFWIND gegründet. Als Kernstück der Initiative beraten und begleiten sieben regionale Windkümmerer Kommunen auf dem Weg hin zu einem Windrad auf ihrem Gemeindegebiet. Die Energieträger Biomasse, Wasserkraft und Geothermie haben den Vorteil, dass sie grundlastfähig sind. Eine Bereitstellung von elektrischer Energie ist weitgehend nach Bedarf möglich, kaum abhängig von der Tageszeit oder den Witterungsbedingungen.

Als Impulsgeber für die Windenergie bestehen in Bayern auch sogenannte Windstützpunkte. Kommunen, Energieversorger, Windindustrie und Forschung werden hier vernetzt und durch Aufklärungsarbeit wird das öffentliche Bewusstsein für die Windenergie gestärkt. An den Windstützpunkten können Bürgerinnen und Bürger unter anderem Windenergieanlagen besichtigen und Informationen über die Integration der Windenergie in das Energiesystem erhalten.

Nähere Informationen unter Energie-Atlas Bayern.

„Je mehr ich über die Energiewende lerne, umso mehr bin ich dankbar, was uns bis jetzt gelungen ist, doch umso mehr wird mir bewusst, dass wir als Gesellschaft, als Stadtwerk und als Privatperson unsere Aktivitäten zur Energiewende weiter verstärken müssen. Wir sind nur ein kleines Stadtwerk, aber wir Kleinen sind viele.“
Zitat Geschäftsführer eines Stadtwerks in Oberfranken

Nicht jeder hat die Möglichkeit, eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach zu installieren. Aber Bürgerenergieanlagen und Energiegenossenschaften bieten eine gute Möglichkeit, sich auch mit einem kleinen Beitrag am Umbau des Energiesystems zu beteiligen. Darüber hinaus kann es sich lohnen, die individuellen Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Ein 2-Personen-Haushalt verbraucht durchschnittlich 2.000 bis 3.500 kWh Strom pro Jahr. Ein großer Anteil beim Stromverbrauch entfällt laut BDEW auf Informationstechnik sowie Unterhaltungselektronik. Beim Kauf von neuen Elektrogeräten sollte auf deren Energieeffizienz geachtet werden und es empfiehlt sich, abschaltbare Steckdosenleisten zu verwenden. In älteren Gebäuden sind oftmals auch veraltete Umwälzpumpen der Heizanlage große Stromfresser. Hier lohnt sich das Umrüsten, um langfristig Kosten zu sparen. Weitere Informationen, um das Potential für eine individuelle Stromverbrauchsenkung zu ermitteln, finden Sie unter Energie-Atlas Bayern.

Themenwochen Mobilität: Wie bewegen wir uns in Zukunft?

In Zukunft werden auf Straßen, auf Schienen und in der Luft verschiedene Antriebstechnologien zum Einsatz kommen. Aus der engen Kopplung der Sektoren Strom und Mobilität ergeben sich neue Antriebsmöglichkeiten für verschiedene Verkehrsmittel, die gleichzeitig weniger CO2 ausstoßen und somit klimafreundlicher sind.

Die hierzulande bekannteste Technologie ist die Elektromobilität. Der Strom für batteriebetriebene Elektromobilität soll zukünftig aus erneuerbaren Energien stammen und damit elektrisch betriebene Verkehrsmittel aufladen.

Mehr zum Thema Elektromobilität finden Sie hier.

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Eine weitere Möglichkeit, um Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit Mobilität zu verknüpfen, bietet der Brennstoffzellen-Antrieb mit Wasserstoff im Tank. (Wasserstoff kann z.B. durch die Elektrolyse von Wasser erzeugt werden.) Sofern die Elektrolyse durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird, spricht man von grünem Wasserstoff. Der Wasserstoff kann dann beispielsweise als Treibstoff für das Auto getankt werden. Im Auto werden in der Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff direkt in elektrische Energie umgewandelt, wodurch Strom und Wasser entstehen. Der Strom treibt letztendlich einen Elektromotor und damit das Auto an, während das Wasser verdunstet.

Neben der direkten Verwendung des Wasserstoffs im Auto kann der in der Elektrolyse erzeugte Wasserstoff auch weiterverarbeitet werden. Der Wasserstoff kann mit Kohlenmonoxid oder mit Kohlendioxid zur Reaktion gebracht werden. Durch aufwendige Syntheseverfahren und Aufbereitungsschritte entstehen synthetische Kraftstoffe, auch E-Fuels oder synFuels genannt. Allerdings fallen beim Herstellungsprozess hohe Verluste an. Denn je mehr Umwandlungsschritte anfallen, desto mehr Energie ist für die Herstellung des Energieträgers erforderlich.

Aufgrund der jeweils spezifischen Vor- und Nachteile schließen sich die Antriebstechnologien nicht aus, sondern ergänzen sich. Verkehrsmittel, die im Stadt- und Regionalverkehr eingesetzt werden und/oder ein geringes Gewicht aufweisen, können beispielsweise gut batterieelektrisch angetrieben werden. Bei steigender Antriebsleistung und Fahrstrecke ist es wiederum sinnvoll, auf Wasserstoff zu setzen. Synthetische Kraftstoffe eignen sich insbesondere für den Flug- und Schiffsverkehr.

Auch Flüssigerdgas eignet sich für den Einsatz beim Flug- und Schiffsverkehr, wodurch sich 10 bis 20 Prozent CO2 gegenüber der Verwendung herkömmlicher Antriebstechnologien einsparen lassen. In Kombination mit Biomethan, welches aus Energiepflanzen, Gülle und/oder organischen Reststoffen hergestellt werden kann, wird zusätzlich der CO2-Ausstoß erheblich reduziert.

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Die nächsten Themenwochen

Sie sind auch schon auf die nächsten Themenwochen gespannt?

  • Themenwochen „Wärme“ vom 15.11.2021 bis zum 28.11.2021

Wir freuen uns!