Daten & Fakten

Aktueller Monitoringbericht zum Umbau der Energieversorgung Bayerns

Oberstes Ziel der bayerischen Energiepolitik ist eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung für Bayerns Bürger und Betriebe. Seit 2011 ist Bayern bei der Umsetzung der Energiewende entscheidend vorangekommen. Dies belegt der vorliegende Monitoringbericht, Stand Juni 2019, zum Umbau der Energieversorgung Bayerns. Der Bericht dokumentiert die Entwicklung seit 2010 vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele des Bayerischen Energieprogramms.

Neben dieser Standortbestimmung werden zudem folgende Themen behandelt:

  • Versorgungssicherheit
  • Bezahlbarkeit
  • Zur Umsetzung der Energiewende eingesetzte Fördermittel

Energiebilanz 2016

Struktur des Endenergieverbrauchs (EEV) in Bayern 2016

Der Energieverbrauch Bayerns ist im Jahr 2016 trotz anhaltend guter Konjunktur gegenüber 2015 kaum angestiegen. Die Steigerung des Primärenergieverbrauchs lag bei nur 0,1 Prozent, die Steigerung des Endenergieverbrauchs bei 3,3 Prozent (nach einem Plus von 2,5 Prozent von 2015 gegenüber 2014). Haushalte und übrige Verbraucher benötigten 44,0 Prozent der Endenergie in Bayern und 3,8 Prozent mehr gegenüber 2015, das Verarbeitende Gewerbe verbrauchte 22,2 Prozent der Endenergie mit einem Plus von 3,4 Prozent. Der Stromverbrauch war sogar leicht rückläufig, der Bruttostromverbrauch sank um 1,2 Prozent, der Nettostromverbrauch um 0,7 Prozent. Vom Strom benötigten Haushalte und sonstige Verbraucher 51,9 Prozent (-2,2 Prozent), das Verarbeitende Gewerbe 45,1 Prozent des Nettostroms (+0,8 Prozent).

Struktur des Primärenergieverbrauchs (PEV) in Bayern 2016

Durch die Abschaltung des KKW Grafenrheinfeld Ende Juni 2015 ging der Anteil der Kernenergie am Primärenergieverbrauch weiter zurück von 20,7 Prozent in 2015 auf 17,7 Prozent in 2016 (18,1 Prozent inkl. Stromaustauschsaldo). Der Anteil an der Stromerzeugung reduzierte sich von 42,5 Prozent auf – allerdings immer noch – 38,5 Prozent bzw. 31,4 TWh, in 2017 waren es 31,1 TWh und 36,8 Prozent. Ende 2017 hat sich dieser Anteil mit der Abschaltung von Block B des KKW Grundremmingen weiter reduziert. Mit den Abschaltungen von Block C des KKW Grundremmingen Ende 2021 und Isar 2 Ende 2022 wird er dann erwartungsgemäß gegen Null gehen.

Hier finden Sie alle weiteren Daten der Energiebilanz 2016.

Bruttostromerzeugung in Bayern 2017

Struktur der Bruttostromerzeugung in Bayern 2017

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik konnten 2017 die Erneuerbaren Energien ihren Anteil an der bayerischen Gesamtstromerzeugung erneut steigern. Ihr Anteil liegt nun bei 44,1 Prozent bzw. 37,3 TWh bei. Aber auch die Stromerzeugung auf Basis von Erdgas konnte weiter zulegen, welche zum weit überwiegenden Anteil in Kraft-Wärme-Kopplung erfolgt. Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme führt zu einer deutlich effizienteren Nutzung des Brennstoffs. Die Stromerzeugung aus Erdgas erhöhte sich um 1,7 TWh auf nunmehr 11,0 TWh und trägt damit rund 13,0 Prozent zur bayerischen Bruttostromerzeugung bei. Spitzenreiter unter den regenerativen Energiequellen war erneut die traditionell starke Wasserkraft mit einem Anteil von 14,4 Prozent bzw. 12,2 TWh, dicht gefolgt von Photovoltaik mit einem Anteil von 13,3 Prozent bzw. 11,2 TWh. Drittstärkste Kraft war, wie die Jahre zuvor, die Biomasse mit einem Anteil von 10,6 Prozent bzw. 8,9 TWh. Den größten Zuwachs verzeichnete im vergangenen Jahr die Windenergie mit einem Plus von 40,2 Prozent auf 4,5 TWh in 2017 gegenüber 2016.