Pressemitteilung

24.06.2014 |

Staatsminister Spaenle und Staatsministerin Aigner begrüßen Ergebnisse der Evaluierung des „Hauses der Forschung“: Tragfähiges Modell bestätigt, Grundlage für zukunftsweisende Weiterentwicklung

 

MÜNCHEN   Das „Haus der Forschung“ und die „Bayerische Patentallianz“ sind erstmals evaluiert worden. Die internationale Expertenkommission HdF2014plus unter Vorsitz von Professor Dietmar Harhoff, Direktor des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb, hat in München ihren Bericht über die Evaluation des Kooperationsmodells „Haus der Forschung“ (HdF) sowie der Bayerischen Patentallianz (BayPAT) an die Auftraggeber übergeben. Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bezogen dazu in einer ersten Reaktion Stellung.

Unter der Dachmarke „Haus der Forschung“ arbeiten die Bayern Innovativ GmbH, die Bayerische Forschungsallianz GmbH, das Innovations- und Technologiezentrum Bayern sowie die Bayerische Forschungsstiftung eng zusammen.

 

Wissenschaftsminister Spaenle betonte: „Ich halte die Empfehlungen für ein Beispiel gelungener Evaluationsarbeit. Die Kommission hat unter ihrem Vorsitzenden, Professor Harhoff, in kurzer Zeit einen höchst komplexen Auftrag für den Freistaat erfolgreich erfüllt. Dafür gebührt ihr großer Dank“. Spaenle weiter: „Die Empfehlungen zeigen Stärken und Schwächen auf, liefern aber auch - und das ist mir besonders wichtig - neue, konstruktive Ansätze und konkrete Hinweise für eine zukunftsweisende Reform des bayerischen Innovationssystems. Wir werden die Vorschläge genau prüfen und ihre Umsetzung mit Augenmaß angehen.“

 

Wirtschaftsministerin Aigner unterstrich, dass die Kommission zu einer grundsätzlich positiven Einschätzung des Hauses der Forschung gekommen sei. Aigner: „Die Mitarbeiter im Haus der Forschung leisten gute, engagierte Arbeit. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das Haus der Forschung eine wichtige Anlaufstelle bei Beratung zu Fragen der Innovations- und Technologieförderung und in Sachen Technologietransfer. Wenn wir dieses Angebot mit den Empfehlungen der Kommission optimieren, kann der Standort Bayern insgesamt davon profitieren.“

 

Bayerische Patentallianz in Haus der Forschung integrieren

 

Die Empfehlungen bestätigen das Kooperationsmodell des Hauses der Forschung und den Erhalt der eigenständigen Marken der Partner ausdrücklich. Sie sehen unter anderem vor, dass die Bayerische Patentallianz als fünfter Partner in das Haus der Forschung aufgenommen werden soll. Weiterhin schlagen die Experten vor, mittelfristig eine zusätzliche, eine „Bayerische Innovationsagentur“ als schlanke Organisation zu gründen. Auf sie sollten diejenigen Funktionen aus den Partnereinrichtungen übertragen werden, die übergeordnete Kooperationsbelange betreffen.

Die Gremienstrukturen sollen verschlankt werden, raten die Evaluatoren. Darüber hinaus soll die empfohlene Bayerische Innovationsagentur auch die Vernetzung des Hauses der Forschung mit weiteren Einrichtungen des bayerischen Innovationssystems stärken.

 

Zum weiteren Verfahren erklären beide Minister: „Die Empfehlungen werden nun mit den betroffenen Einrichtungen und ihren Gremien diskutiert. Gemeinsam werden wir ausloten, was bei der jeweiligen Institution umgesetzt werden kann. Dazu erhalten die Einrichtungen zunächst Gelegenheit, sich ihre Meinung zu den Empfehlungen zu bilden und Stellung zu nehmen. Auf Grundlage dieser Stellungnahmen werden wir die Empfehlungen im Einzelnen bewerten und dem Kabinett einen Umsetzungsvorschlag unterbreiten. Umsetzungsmaßnahmen sind auch im Zusammenhang mit möglichen zusätzlichen Gestaltungsspielräumen im Haushalt zu sehen.“

 

Kommission Ende 2013 berufen

 

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hatten die Kommission Ende 2013 eingesetzt, um im Rahmen des Kooperationsmodells zu analysieren, ob und inwiefern Verbesserungen im Sinne einer optimalen Leistungs- und Struktureffizienz angezeigt sind und das Modell ggf. durch Anpassungen optimiert werden kann.

Dazu wurden die Partnereinrichtungen, nämlich die Bayern Innovativ GmbH, die Bayerische Forschungsallianz GmbH, das Innovations- und Technologiezentrum Bayern sowie die Bayerische Forschungsstiftung hinsichtlich ihrer Einzel-Leistungsfähigkeit und strategischen Ausrichtung, ihrer Zusammenarbeit im Kooperationsmodell und der Einbindung in das gesamtbayerische Innovationsumfeld untersucht.

Des Weiteren wurde die von den beiden Hochschulverbünden Universität Bayern e. V. und Hochschule Bayern e. V. als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur (PVA) gegründete Bayerische Patentallianz GmbH evaluiert.

 

Mitglieder der Expertenkommission HdF2014plus waren:

     

  • Professor Dietmar Harhoff, Direktor des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Senator der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Stuttgart
  • Dr. Jörn Erselius, MBA, Geschäftsführer, Max-Planck-Innovation GmbH, München
  • Prof. Dr. Alexander Gerybadze, Forschungsstelle Internationales Management und Innovation, Universität Hohenheim
  • Dipl. Phys. Margriet Jansz, Program Director bei der Niederländischen Technologiestiftung STW, Utrecht
  • Dr. phil. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Hannover
  • PD Dr. Sara Matt-Leubner, CEO Transidee Transferzentrum Universität Innsbruck
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg
  • Dr. Andre Schlochtermeier, Leiter des EU-Büros des BMBF, PT-DLR, Bonn
  • Dr. Christian Stienen, Leiter Projektträger Jülich (PtJ)
  •  

 

Der Evaluierungsbericht ist zu finden unter:

www.km.bayern.de/wissenschaftler/forschung/foerderung.html

 

Hg. von:

Katrin van Randenborgh

 

Dr. Ludwig Unger

 

für das Wirtschaftsministerium             

 

für das Bildungs- und Wissenschaftsministerium

 

 


Pressemitteilung-Nr. 147/14