Pressemitteilung

17.01.2014 | Medien

Ministerpräsident Horst Seehofer verleiht 35. Bayerischen Filmpreis: Ehrenpreis geht an Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Produzentenpreis für den Film ,,Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht”

 

MÜNCHEN   Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat heute Abend vor zahlreichen Gästen aus der ganzen deutschen Filmbranche den 35. Bayerischen Filmpreis verliehen. Ministerpräsident Seehofer: „Der Bayerische Filmpreis ist eine feste Institution unter den deutschen Medienpreisen. Er ist eine Auszeichnung mit Tradition, die wir dieses Jahr bereits zum 35. Mal verleihen. Mit dem Preis würdigen wir Leistung, Engagement und Enthusiasmus der Filmschaffenden in Bayern.“ Bayerns Medienministerin Ilse Aigner: „Der Preis zeigt, wie lebendig und erfolgreich der Filmstandort Bayern ist.“

 

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geht dieses Mal an den Schauspieler Armin Mueller-Stahl. Seehofer: „Armin Mueller-Stahl ist der einzige deutsche Schauspieler, der sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland und in Hollywoods Filmindustrie höchste Anerkennung erhalten hat. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang, nicht zuletzt seine Oscar-Nominierung für seine Rolle in ,Shine – Der Weg ins Licht‘.“

 

Nachfolgend die Namen aller Preisträger und die Begründungen der Jury:

 

Der Produzentenpreis geht mit 200.000 Euro an Edgar und Christian Reitz für die Produktion des Films „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“.

Begründung der Jury:

„Mit dem Film ,Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht‘ hat die Edgar Reitz Filmproduktion gemeinsam mit ihren französischen Partnern von Les Films du Losange ein epochales Werk geschaffen, das mit beeindruckenden Bildern auch die größte Kinoleinwand zu füllen vermag. Ein in jeder Rolle überzeugendes Schauspielerensemble und ein ebenso akribisch wie kompromisslos arbeitender Regisseur Edgar Reitz, ergänzt durch seinen kongenialen Kameramann Gernot Roll, lassen mit dieser bewegenden Familiensaga aus dem Hunsrück die Welt des 19. Jahrhunderts vor unseren Augen neu entstehen, wobei die große Not und bittere Armut in Deutschland und der daraus entstehende Drang der Menschen in die neue Welt fast körperlich zu spüren ist. Hier stimmt von der Ausstattung über die Besetzung bis zur Bild- und Tonbearbeitung alles, und der Zuschauer kann mühelos in eine längst vergangene Zeit eintauchen, die ihn ohne Ermüdung über vier Stunden lang in Spannung und Atemlosigkeit hält. Die Gesamtverantwortung für dieses herausragende Filmerlebnis trägt die Edgar Reitz Filmproduktion mit Christian und Edgar Reitz.“

 

Der Regiepreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Andreas Prochaska für seinen Film „Das finstere Tal“.

Begründung der Jury:

„Die Ankunft eines fremden Reiters in einem entlegenen Alpenhochtal – dem ,Finsteren Tal‘ – entwickelt sich zu einem erbarmungslosen Racheakt am mächtigsten Familienclan. Und so wie der Protagonist unkorrumpierbar und wortkarg Schritt für Schritt sein Geheimnis aufdeckt, so fächert der Regisseur Andreas Prochaska mit seinem wunderbar gecasteten Ensemble in aller Gnadenlosigkeit und Ungeschöntheit sowie mit einer Leidenschaft fürs Sperrige und Radikale die schicksalshaften Verstrickungen auf und schafft einen Sog, dass einem der Atem stockt.“

 

Der Preis für die beste Darstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Brigitte Hobmeier für ihre Rolle in „Ende der Schonzeit“.

Begründung der Jury:

„Verhärmtheit, entdeckte Lust, Verletztheit, Härte, Verrat – es ist ein großer Gefühlsbogen, den Brigitte Hobmeier im Film ,Ende der Schonzeit‘ spannen muss. Sie – die große Münchner Theaterschauspielerin mit vielen Fernsehpreisen – tut das im Kinofilm von Franziska Schlotterer in perfektem Minimalismus, der zu der (wort)kargen Bauerswelt passt, in die plötzlich die Weltgeschichte hineinspielt, als ein Jude am Hof versteckt wird – nicht nur aus Menschenliebe. Wer Brigitte Hobmeier als junger Bäuerin ins Gesicht schaut, sieht dort auf einen Blick eine ganze Welt: sexuelle Frustration und doch ein Glimmen dahinter, traditioneller Gehorsam und doch ein Schimmer Rebellion, Pflichtbewusstsein und die Möglichkeit von Radikalität. Intensiver, ohne jede Vordergründigkeit, kann man nicht spielen.“

 

Den Preis als bester Darsteller (dotiert mit 10.000 Euro) erhält Tobias Moretti für seine Rollen in den Filmen „Das finstere Tal“ und „Hirngespinster“.

Begründung der Jury:

„Er ist ein gefragter Charakterdarsteller, ein eigenwilliger Star, der immer leidenschaftlich auf der Bühne und vor der Kamera sein höchst differenziertes Spiel zum Besten gibt. In ,Das Finstere Tal‘ von Andreas Prochaska spielt Tobias Moretti einen von vier Brüdern, denen ein grausames Familiengeheimnis zum tödlichen Verhängnis wird. Verschlossen und kontrolliert nach Außen, innerlich gespannt, verleiht er dieser Rolle archaische Statur in diesem düsteren dramatischen Bergwestern Ende des 19. Jahrhunderts.

Ganz anders sein Architekt in der Vater-Sohn-Geschichte ,Hirngespinster‘, dem Kinodebüt von Christian Bach. Im Grenzbereich zwischen scheinbarer Normalität und Wahnsinn, verselbständigt sich das Leben dieses Vaters und droht damit das des Sohnes und der Familie völlig zu ruinieren.

Mit diesen unterschiedlichen künstlerischen Herausforderungen stellt Tobias Moretti einmal mehr seine schauspielerische Klasse und Vielseitigkeit unter Beweis. Dafür gebührt ihm großes Lob und der Bayerische Filmpreis.“

 

Den Drehbuchpreis (dotiert mit 10.000 Euro) erhalten Edgar Reitz und Gert Heidenreich für den Film „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“.

Begründung der Jury:

„Ein Drehbuch zu schreiben in original Hunsrücker Dialekt, das Grundlage für einen vier Stunden langen historischen Film werden soll, ist nicht nur ein Wagnis, sondern auch ziemlich außergewöhnlich. Wenn die Autoren aber Edgar Reitz und Gert Heidenreich heißen und man bereits auf mehrere äußerst erfolgreiche, serielle Erzählungen aus dem Hunsrück zurückblicken kann, wird dieses Wagnis zum Meisterstück, das in seiner Einzigartigkeit und Geschlossenheit seinesgleichen sucht. Edgar Reitz und Gert Heidenreich haben mit ihrem Drehbuch zu ,Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht‘ die Basis geschaffen für ein unvergleichliches Filmwerk, das mit seiner Wahrhaftigkeit, seiner Intensität und seiner Detailgenauigkeit in jeder Hinsicht überzeugt.“

 

Den Preis für die beste Bildgestaltung (dotiert mit 10.000 Euro) bekommt Michael Wiesweg für den Film „Die geliebten Schwestern“.

Begründung der Jury:

„Michael Wieswegs Bilder blättern in unaufgeregter, sanfter Weise, aber umso genauerer Beobachtung die Liebesgeschichte Friedrich Schillers zu den ,Geliebten Schwestern‘ auf.

Seine Kamera lässt uns die Zerrissenheit der Gefühle spüren, die engen Räume des 18. Jahrhunderts und die daraus resultierende Sehnsucht nach Weite und Natur. Man atmet durch wie die Protagonisten des Films, wenn eine Figur aus der klaustrophobischen Kutsche steigt. Seine Bilder sind geschaffene Gefühle im engen Verbund mit Inszenierung, den Schauspielern und dem Szenenbild. Michael Wiesweg interessiert sich nicht für Effekte oder moderne Manierismen. Er ist zeitlos und im klassischen Sinne ein Erzähler in Bildern.“

 

Der Dokumentarfilmpreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Leopold Grün und Dirk Uhlig für ihren Film „Am Ende der Milchstraße“.

Begründung der Jury:

„Bereits 2008 begannen die Filmemacher Leopold Grün und Dirk Uhlig die Arbeiten zu dem Projekt ,Am Ende der Milchstraße‘. In persönlichen Gesprächen näherten sich die beiden Stadtmenschen – Grün und Uhlig leben schon lange in Berlin – den Bewohnern des Dorfes Wischershausen in Mecklenburg-Vorpommern an und bauten durch beständigen Kontakt Vertrauen auf. ,Am Ende der Milchstraße‘ rückt Menschen, die sonst fern aller Aufmerksamkeit leben, in den Mittelpunkt des Interesses und schenkt dem Zuschauer einen unverstellten und ungeschönten Blick auf Dorfbewohner, die mit ihrem Bleiben dem Verfall einer ganzen Gegend Widerstand leisten. In langen Einstellungen dürfen wir teilhaben an einer Gemeinschaft, in der keine Kneipe, keine Kirche und kein Dorfladen den Mittelpunkt bilden, dafür aber alle nur denkbaren Formen von Tauschwirtschaft, Nachbarschaftshilfe und Füreinander-da-sein wunderbare Blüten treiben.“

 

Der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Liv Lisa Fries für ihre Rolle in dem Film „Und morgen Mittag bin ich tot“.

Begründung der Jury:

„,Und morgen Mittag bin ich tot‘ - Sterben auf Rezept - für die todkranke Lea die einzige Alternative ihr Leben bis zum Ende selbst zu bestimmen. Liv Lisa Fries spielt die 21-jährige, die an Mukoviszidose im Endstadium leidet mit Leichtigkeit und enormer Tiefe zugleich. Nie verfällt die Figur, die sie so wunderbar verkörpert, in Selbstmitleid oder Zynismus. Als Zuschauer folgt man ihrer Darstellung in jeder Sekunde atemlos, gebannt und voller Respekt. Der humorvolle und unsentimentale Pragmatismus, mit dem in ,Und morgen Mittag bin ich tot‘ das Thema Sterbehilfe erzählt wird, ist große Erzählkunst – die dennoch ohne die spektakuläre Leistung der Hauptdarstellerin Liv Lisa Fries nichts wert wäre. Hierfür spricht ihr die Jury den Preis als beste Nachwuchsdarstellerin zu.“

 

Der Preis für den besten Nachwuchsdarsteller (dotiert mit 10.000 Euro) wird verliehen an Jonas Nay für seine Rolle in dem Film „Hirngespinster“.

Begründung der Jury:

„Der 23-jährige Jonas Nay scheint sich in seiner noch jungen, aber schon sehr erfolgreichen Karriere auf Vater-Sohn-Rollen zu spezialisieren. So auch in dem Drama ,Hirngespinster‘ von Christian Bach. Hier übernimmt er gegenüber seiner Familie und vor allem gegenüber seinem schizophrenen Vater große Verantwortung, dabei plagt ihn ständig die Angst, dessen Wahnsinn geerbt zu haben, was ihn nicht wirklich sein eigenes Leben leben lässt. Jonas Nay weiß in diesem Spannungsfeld von Pflicht, Ängsten, Zweifeln und vereinzelten Glücksgefühlen mit authentischem Spiel zu überzeugen. Hohe Empfindsamkeit und starke Emotionen zeichnen seine Darstellung im Mit- und Gegeneinander zu dem großen Tobias Moretti aus. Dafür verdient das ,totale Nordlicht‘ (Nay) den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller“.

 

Der Nachwuchsregiepreis (dotiert mit 10.000 Euro) geht an Katrin Gebbe für ihren Film „Tore tanzt“.

Begründung der Jury:

„Man kann ihn nicht richtig fassen, diesen Tore. Er ist Junge und Mann zugleich, ein bisschen weiblich, fast wie ein Engel. Im Film ,Tore tanzt‘ sucht dieser junge Mensch Gemeinschaft und findet sie in einer Patchwork-Familie, die den Sommer über in einem Schrebergarten lebt. Dort ist allein das liebe, naive Gemüt Tores ein Störfaktor, der Anziehung und Ablehnung auslöst, ein Katalysator, eine Provokation, die zu Aggression und Gewalt führt. Katrin Gebbes Film ist hart, anstrengend in seiner Abwärtsspirale. Aber selten gelingt es einem Film, in genauesten Charakterstudien so natürlich nah am Menschen und dem Menschlichen – auch mit seinen Abgründen – zu sein. Das passiert kunstvoll inszeniert und psychologisch schattierungsreich, obwohl man sich fast in einem Dokumentarfilm glaubt. Es ist irritierend, das Böse wachsen zu sehen, das oft da zum Vorschein kommt, wo wir uns mit Fremdem und Befremdendem arrangieren müssen. Aber das sind ja die Momente der Wahrheit.“

 

Den Preis für den besten Kinder- und Jungendfilm (dotiert mit 10.000 Euro) erhält Katja von Garnier (Regie) für den Film „Ostwind“.

Begründung der Jury:

„Die 14-jährige Mika hat das Schuljahr nicht bestanden und wird von ihren Akademikereltern für die Dauer der Sommerferien zum ,Nachsitzen‘ zu ihrer gestrengen Großmutter geschickt. Diese betreibt einen Reiterhof. Und obwohl Mika sich bislang überhaupt nicht für Pferde interessiert hat, trifft sie dort einen Seelenverwandten: Ostwind, den unbezähmbaren schwarzen Hengst. Katja von Garnier liefert in ,Ostwind‘ mehr als nur eine herausragende Regieleistung ab. Anstatt eine Pferdegeschichte zu bebildern, schafft sie es, die Magie zwischen Pferd und Reiterin spürbar zu machen. Der märchenhafte Film einer gegenseitigen Zähmung ist spannend erzählt, mit leichter Hand inszeniert und in jeder Hinsicht sehenswert. Und das nicht nur für Pferdefans!“

 

Der Nachwuchspreis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (VGF), dotiert mit 60.000 Euro, wird verliehen an Iris Sommerlatte und Ali Saghri für den Film „Am Himmel der Tag“.

Begründung der Jury:

„Die Nachwuchsproduktion ,Am Himmel der Tag‘ war die erste Produktion im Rahmen der Filminitiative ,Leuchtstoff‘ des rbb für junge Filme mit Geschichten aus der Region Berlin-Brandenburg. Zugleich war sie die Abschlussarbeit der Absolventin der HFF Potsdam, Pola Beck. Entstanden ist ein herausragender Film über das Lebensgefühl einer unsicheren Generation auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Leben. Mit Empathie und Präzision wird die Geschichte der 25-jährigen Lara, einfühlsam gespielt von Aylin Tezel, erzählt, die sich nach einer ungewollten Schwangerschaft für das Kind entscheidet und dann die schmerzliche Erfahrung machen muss, dass das Kind nicht lebt. Mit ,Am Himmel der Tag‘ ist den jungen Produzenten Iris Sommerlatte  und Ali Saghri ein herausragender Film gelungen, der den VGF-Nachwuchspreis verdient.“

 

In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen als Schauspieler erhält Armin Mueller-Stahl den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Begründung der Jury:

„Armin Mueller-Stahl ist eine einzigartige Künstlerpersönlichkeit, ein Alleskönner der in keine Schublade passt. Kreativität ist, was sein Leben ausmacht. In Jahrzehnten künstlerischen Arbeitens hat er als Musiker, Maler, Schriftsteller und Darsteller ein Gesamtwerk geschaffen, das seinesgleichen sucht. Ein großes Glück und eine große Freude war und ist Armin Mueller-Stahl dabei stets für den Film gewesen. Seine Karriere ist besonders: Als einziger deutscher Schauspieler hat er sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland und in Hollywoods Filmindustrie höchste Anerkennung erhalten und all die Jahre das Publikum fasziniert: Von den Anfängen als Theatermime, vielbeschäftigter Film- und Fernsehkünstler und Publikumsliebling in der damaligen DDR – mit Erfolgen wie ,Flucht aus der Hölle‘, ,Nackt unter Wölfen‘ oder ,Jakob der Lügner‘; sodann in Fassbinder-Filmen wie ,Lola‘ und ,Die Sehnsucht der Veronika Voss‘ nach seiner Ausreise in den Westen 1980 und zuletzt als deutscher Schauspielbotschafter in Hollywood in ,Music-Box – Die ganze Wahrheit‘, ,Avalon‘, ,Das Geisterhaus‘ oder ,Shine - der Weg ins Licht‘ – der ihm 1996 eine Oscar-Nominierung einbrachte.“

 

Die Preisträger erhalten bei erstmaliger Auszeichnung als Preissymbol den „Pierrot“, bei weiteren Prämierungen eine andere Figur aus der „Italienischen Komödie“ nach Entwürfen von Franz-Anton Bustelli der Porzellanmanufaktur Nymphenburg sowie einen Geldbetrag. Mit einer Preissumme von insgesamt 300.000 Euro gehört der Bayerische Filmpreis zu den bedeutendsten Medienpreisen in Deutschland.

 

Die Mitglieder der Jury 2013 sind: Kathrin Noppenberger (Vorsitzende), Isolde Barth, Manfred Heid, Sherry Hormann, Rainer Klausmann, Elisabeth Kuonen-Reich, Maggie Peren, Susanne Petz, Adrian Prechtel, Klaus Schaefer, Hubert von Spreti.

 

Mehr Informationen zum Bayerischen Filmpreis 2013 unter

www.stmwi.bayern.de/service/wettbewerbe/bayerischer-filmpreis/.

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Pressemitteilung-Nr. 12/14