Kultur- und Kreativwirtschaft

Medienstandort Bayern

München und Bayern sind und bleiben für die hier angesiedelten Medienunternehmen erste Wahl. Die Medienbranche blickt trotz zahlreicher Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Die Mehrzahl der Unternehmen schätzen die aktuelle Lage als befriedigend oder gut ein. Auch bei der eigenen Geschäftsentwicklung erwartet eine große Mehrheit der IuK- und Medienunternehmen in Bayern positive Wachstumsraten oder zumindest ein gleich bleibendes Geschäft. Das veränderte Nutzerverhalten aufgrund des Zusammenwachsens der Mediengattungen in digitale Verbreitungsformen sowie mobile Endgeräte bringen zahlreiche neue Möglichkeiten für die Medienbranche.

Presse, Werbemarkt oder Musikwirtschaft – das sind nur einige Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Bei dieser vielfältigen Branche handelt es sich um den privatwirtschaftlich orientierten Teil des Kultursektors. Die Unternehmen sind überwiegend erwerbswirtschaftlich organisiert und befassen sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist keine homogene Branche, sondern be­steht aus elf unterschiedlichen Teilmärkten. Ihre Gemeinsamkeit liegt im geschäftlichen Umgang mit kreativen und künstlerischen Inhalten. Fol­gen­de Bereiche umfasst die Kultur- und Kreativwirtschaft:

  • Pressemarkt
  • Buchmarkt
  • Kunstmarkt
  • Rundfunkwirtschaft
  • Filmwirtschaft
  • Musikwirtschaft
  • Designwirtschaft
  • Markt für darstellende Künste
  • Architekturmarkt
  • Software-/Games-Industrie
  • Werbemarkt

Bayerns Kultur- und Kreativschaffende erwirtschafteten im Jahr 2009 einen Gesamtumsatz von 29,4 Milliarden Euro. Die Gesamtzahl der voll Erwerbs­tätigen lag bei knapp 179.000 Personen, darunter über 45.000 Selbstständige und Unternehmer. Damit waren in der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft insgesamt mehr Vollerwerbstätige registriert als etwa im Kredit- und Versicherungsgewerbe oder der chemischen Industrie. Insgesamt waren in diesem Sektor über 280.000 Personen beschäftigt.